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Tesla verbaut neue Chips – mit Folgen für die Reichweite

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Von: Simon Mones

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Tesla ersetzt die Intel-Chips im Model 3 und Y durch Prozessoren von AMD. Doch das hat Folgen für die Reichweite.

Austin (USA) – Als einer der wenigen Autohersteller hat Tesla es geschafft, seinen Absatz 2021 deutlich zu steigern. Und das trotz Corona-Pandemie und Chipmangel. Einer der Gründe dafür war, dass der US-Konzern seine Software so umprogrammieren konnte, dass diese auch mit anderen Chips funktioniert und so flexibler war.

Beim Model 3 und Model Y hat Tesla zudem die Intel-Atom-Chips gegen leistungsstarke Prozessoren der Rayzen-Serie von AMD ausgetauscht, wie 24auto.de berichtet. Insbesondere das Infotainment-System profitiert von dem neuen Chip des Bordcomputers, wie Tesla erklärte: „Bis zu 10 Teraflops Rechenleistung ermöglichen über die Plattform Tesla Arcade Spiele im Auto, die den neuesten Konsolen in nichts nachstehen.“

Tesla verbaut neue Chips – mit Folgen für die Reichweite

Bereits Ende November 2021 gab es erste Meldungen über den Chip-Tausch beim Model Y aus der Gigafactory in Shanghai. Inzwischen scheint Tesla auch beim Model 3 auf die neuen AMD-Prozessoren zu setzten. Allerdings bleibt das nicht folgenlos, wie ein Blick auf die Tesla-Homepage zeigt. (Tesla: Hacker übernimmt Kontrolle über Elektroautos)

Der Innenraum eines Model 3. (Symbolbild)
Tesla setzt bei seinem Bordcomputer neuerdings auf leistungsstarke AMD-Chips. (Symbolbild) © Tesla

Im Konfigurator sind die Reichweiten des Model 3 Long Rage geschrumpft, und zwar um satte zwölf Kilometer. Mit den 18-Zoll-Felgen soll das Elektroauto nun nur noch 626 Kilometer (nach WLTP) schaffen statt 637 Kilometern. Auf den 19 Zöllern sind nur noch 602 Kilometer statt bislang 614 Kilometern möglich. Ursache für die gesunkene Reichweite ist demnach der neue Chip, der deutlich mehr Energie benötigt als zuvor. (Beinahe-Crash: Tesla Model Y zeigt irre Reaktion)

Tesla verbaut neue Chips – Reichweite von Model 3 und Y angepasst

Auch die Kunden, die bereits ein Model 3 bestellt haben, hat Tesla über die geringere Reichweite informiert, wie ein Tweet von Teslascope zeigt. „Wir haben das Model 3 aktualisiert, um das Touchscreen-Erlebnis mit unserem neuen Bordcomputer zu optimieren. Diese Hardware-Änderung erfordert mehr Strom, was zu einer geringfügigen Verringerung der Reichweite führt“, so die Mitteilung von Tesla. (Tesla: Full Self-Driving mit neuer Funktion – es gibt Kritik)

In Australien musste ein Käufer seine Zustimmung geben, dass er mit der angepassten Reichweite einverstanden ist. Das ist jedoch nicht in allen Ländern erforderlich. Interessanterweise ist die Reichweite jedoch nur beim Model 3 gesunken. Beim Model Y, wo der neue Chipsatz bereits seit spätestens November 2021 zum Einsatz kommt, zeigte sich der gegenteilige Effekt. Das dürfte jedoch damit zusammenhängen, dass der Elektro-SUV inzwischen mit einem etwas größeren Akku ausgeliefert wird und somit den höheren Energiebedarf des Chips kompensieren kann. (Tesla: Full Self Driving im Schnee: „Wie ein junger Welpe“) *24auto.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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