+
Mehr Traktion dank Schneeketten: Mit aufgezogenen Ketten dürfen Autos in Deutschland höchstens 50 km/h schnell werden. Foto: Florian Schuh/dpa-tmn

Richtig Anlegen

Tipps zum Fahren mit Schneeketten

Schneeketten anlegen, ist nicht so einfach. Deshalb sollten Autofahrer, die eine Tour ins oder durchs Gebirge planen, das zumindest einmal üben. Die Dekra erklärt, wies es geht und gibt weitere wichtige Informationen.

Stuttgart (dpa/tmn) - Auf einigen Gebirgsstrecken können Schneeketten Pflicht sein. Ein entsprechendes Schild weist darauf hin, wenn sie ans Auto müssen. Wer in den Winterurlaub fährt, sollte sich daher vorab informieren.

Autofahrer montieren die Ketten - stets nach Anleitung - auf den Rädern der Antriebsachse, erklärt die Dekra. Bei Autos mit Frontantrieb kommen sie daher auf die Vorderräder. Bei Heckantrieb gehören sie auf die der Hinterachse. Meist müssen die Ketten bei Allradautos auch an die Vorderachse. Maßgeblich sind die Angaben des Autoherstellers, teilt die Prüforganisation mit.

Die Montage üben Autofahrer idealerweise vorher zu Hause unter trockenen Bedingungen. Dann dürfte das Aufziehen vor Ort besser klappen, wenn Schnee und Kälte die Bedingungen erschweren. Die Dekra rät, auf jeden Fall Handschuhe und eine Matte mitzunehmen, auf der sich bei der Montage besser knien lässt.

Wenn ESP und die Antriebsschlupfregelung ASR vorhanden sind, schalten Autofahrer diese Fahrhilfen vor dem Losfahrern besser ab. Denn die Ketten brauchen etwas Schlupf, um Vortrieb zu erzeugen, erklärt die Dekra. Lassen sie sich nicht ganz ausstellen, gibt es oftmals eine Einstellung für Winterbetrieb oder einen "Schneekettenschalter". Ein Blick in die Bedienungsanleitung des Autos hilft im Zweifel weiter.

Autos mit aufgezogenen Ketten dürfen in Deutschland nicht schneller als 50 km/h fahren. Unterwegs gilt, sich nicht blind auf die Traktion der Ketten zu verlassen und weiterhin sehr vorsichtig zu fahren. Mit Ketten an der Vorderachse etwa könne die schlechter greifende Hinterachse bei zu forscher Fahrt ausbrechen. Sind sie hinten aufgezogen, muss der Grip an der Vorderachse immer hoch genug sein, um genug Lenkkraft übertragen zu können.

Sobald die Pflicht zur Kettenfahrt aufgehoben oder die Straße wieder schnee- und eisfrei ist, sollten die Autofahrer die Ketten auf dem nächsten Parkplatz abziehen. Wer mit Ketten auf trockener Fahrbahn unterwegs ist, verschleißt nicht nur die Straße und Ketten stärker, sondern bremst auch schlechter und riskiert zudem Reifenschäden, so die Dekra.

Nach dem winterlichen Einsatz putzen Autofahrer benutzte Schneeketten am besten mit Wasser und sprühen sie nach dem Trocknen mit Pflegeöl ein. Das hilft, Korrosion zu vermeiden. Danach werden sie am besten in einem Plastikbeutel aufbewahrt.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Was Autofahrer beim Sonnenbrillen-Kauf beachten müssen
Sommer, Sonne, Sonnenschein: So schön gutes Wetter auch ist - wenn Fahrer am Steuer sitzen, können Sonnenstrahlen blenden. Das ist nicht nur nervig, sondern kann im …
Was Autofahrer beim Sonnenbrillen-Kauf beachten müssen
Wissen Sie was PDC und ZVFu in Autoanzeigen bedeuten? Wir verraten es Ihnen
Eine Umfrage zeigt, dass viele Autofahrer keinen blassen Schimmer haben, was die vielen Kürzel auf deren Autoanzeigen bedeuten. Wir verraten es Ihnen.
Wissen Sie was PDC und ZVFu in Autoanzeigen bedeuten? Wir verraten es Ihnen
Vorsicht bei Unfällen im Ausland: Darauf sollten Sie unbedingt achten
Im Ausland fließt der Verkehr oft anders als in Deutschland. Da kann es schnell mal krachen. Wenn es zum Unfall kommt, sollten Sie ein paar Punkte beachten.
Vorsicht bei Unfällen im Ausland: Darauf sollten Sie unbedingt achten
Reisen ins Ausland: Hier drohen hohe Bußgelder und Strafen für Autofahrer
Wer im Ausland geblitzt worden ist, weiß, dass der deutsche Bußgeldkatalog vergleichsweise mild ist. Doch nicht nur beim Tempo sollten Sie im Ausland aufpassen.
Reisen ins Ausland: Hier drohen hohe Bußgelder und Strafen für Autofahrer

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.