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Nach einem Totalschaden richtet sich der Restwert des Autos nach dem regionalen Automarkt. Foto: Stefan Puchner

Gerichtsurteil

Totalschaden: Restwert orientiert sich am lokalen Automarkt

Nach einem Totalschaden in Folge eines Unfalls sollten Autofahrer das Angebot der Versicherung genau überprüfen. Ein Oberlandesgericht legte nun den Richtwert für die Bemessung des Restwertes des Autos fest.

München (dpa/tmn) - Nach einem Unfall lässt sich ein Totalschaden auch fiktiv mit der Versicherung abrechnen. Darauf weist der Deutsche Anwaltverein (DAV) hin.

Ein Totalschaden liege ebenfalls vor, wenn die Kosten für die Reparatur den Wert des eigentlich noch verkehrstüchtigen Autos stark übersteigen und es der Besitzer weiter nutzen will. Vom eigentlichen Wiederbeschaffungswert zieht die Versicherung den Restwert des Autos ab. Je höher der ausfällt, desto günstiger ist es für sie. Doch diese Bemessung muss sich am regionalen Automarkt orientieren und nicht etwa an einer Autobörse im Internet.

Das ergibt sich aus einer Entscheidung des Oberlandesgerichts München (Az.: 10 U 1073/16), über die die Arbeitsgemeinschaft Verkehrsrecht des DAV berichtet. Im konkreten Fall machte die gegnerische Versicherung nach einem Autounfall ein 1000 Euro höheres Restwertangebot als der vom Geschädigten beauftragte Gutachter. Das musste der Autofahrer nicht annehmen, beschied das Gericht. Es komme auf den Restwert an, der auf dem regionalen Markt zu erreichen sei.

Arbeitsgemeinschaft Verkehrsrecht

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