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Ohne Stoff kann es gefährlich werden: Bei Touren mit dem Motorroller sollten Fahrer die Haut komplett bedecken. Foto: Roland Weihrauch

Tour mit Motorroller: Vor Ausleihe Reifen und Helm prüfen

Wenn es warm ist, bietet sich eine Tour mit dem Motoroller an. Autofahrer sollten aber nicht zu leichtfertig auf das Zweirad steigen. Vor dem Ausleihen sollten sie unter anderem die Bremsen und Reifen prüfen. Damit ist es aber noch nicht getan.

München (dpa/tmn) - Mal eben einen Motorroller ausleihen und durch die Straßen flitzen? Im Sommer ist die Tour auf dem Zweirad eine willkommene Alternative zum Autofahren. Doch wer einen Scooter mietet, sollte den Ausflug nicht auf die leichte Schulter nehmen. 5 Dinge sollte man vor dem Start prüfen.

Reifen prüfen: Wichtig ist das Profil. Weniger als einen Millimeter sollten die Rillen nach Angaben des Tüv Süd nicht tief sein. Außerdem prüfen Fahrer besser, ob die Reifen genug Luft haben. Falls nicht, sollten sie bei der nächstgelegenen Tankstelle den Luftdruck erhöhen. Im Idealfall liegt unter dem Sitz die Betriebsanleitung bereit, in der die entsprechenden Werte stehen.

Schäden checken: Wenn der Scooter bereits in Unfälle verwickelt war, kann sich im Bremssystem Luft befinden. Dann greift die Bremse unter Umständen nicht richtig. Verbogene Spiegel und zerkratzte Bremshebel deuten auf frühere Crashs hin. In diesem Fall ist es am besten, wenn der Fahrer den Vermieter informiert und gegebenenfalls auf einen andere Scooter ausweicht.

Gekonnt Bremsen: Wie beim Fahrrad ist beim Scooter das Zusammenspiel zwischen Hinter- und Vorderbremse wichtig. Wer vorne zu stark bremst, kann wegrutschen. Wer ausschließlich hinten bremst, entfaltet zu wenig Wirkung und fährt unter Umständen auf. Deshalb: Beide Hebel gleichermaßen einsetzen.

Helm ist Pflicht: Wer einen Roller fährt, muss einen Helm tragen. Das gilt schon bei Gefährten mit einer Höchstgeschwindigkeit von mehr als 20 km/h. Wichtig ist nach Angaben des Tüv Süd, dass der Helm nach der europäischen Norm ECE R 22/05 geprüft ist. Andernfalls kann bei Unfällen das Sicherheitsrisiko steigen. Außerdem gilt: keine nackte Haut. Alle Körperteile sollten bedeckt sein, weil selbst bei geringen Geschwindigkeiten tiefe Wunden entstehen können.

Probe fahren: Eines der größten Sicherheitsrisiken ist der Fahrer, vor allem, wenn er ungeübt ist. Bremsen, Kurven fahren, ausweichen - das alles will gekonnt sein, erklärt Lars Krause vom Tüv Süd. Wichtig ist, das Zweirad auf wenig befahrenem Terrain zu testen.

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