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"Taxi ist sexy!" - Diesen Spruch pinnte ein Münchner Taxler während einer Demonstration gegen Uber an seinen Wagen. 

Konkurrenz für Taxis

Uber erobert Stadt Nummer drei in Deutschland - und Taxifahrer bangen

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In den USA nutzt gefühlt jeder Uber, um sich von A nach B kutschieren zu lassen. In Deutschland fahren Uber-Taxis nur in zwei Städten - Jetzt soll eine dazukommen.

Fahrgäste ans Ziel bringen: Eigentlich der Job von Taxi- oder Busfahrern. Das sieht die US-amerikanische Firma Uber als Online-Vermittlungsdienst anders. Die Idee dahinter: Eine App, über die Privatleute Autofahrten mit ihrem Privat-PKW anbieten und so Geld verdienen können. Der Haken: Dieses amerikanische Modell ist in Deutschland nicht erlaubt. Deshalb will Uber in Deutschland andere Dienste etablieren.

Uber-Taxis bereits in Berlin und München

In zwei Städten sind derzeit Uber-Taxis unterwegs: in Berlin und München. Die dritte "Neue" will das Dienstleistungsunternehmen noch nicht bekanntgeben. Uber-Deutschlandchef Christoph Weigler gab der "Welt am Sonntag" nur die Info: "Wir planen noch 2018 die Expansion in eine weitere Stadt in Deutschland."

Aus vielen deutschen Städten hatte sich Uber 2015 mit dem Dienst uberPOP zurückziehen müssen, bei dem Privatleute Personen chauffieren. Etwa aus Hamburg und Frankfurt am Main. Der Grund ist die deutsche Gesetzeslage, die dem Unternehmen das Geschäft in Deutschland vermiest.

Für Uber Deutschland dürfen nur Profis fahren

So darf man in Deutschland ohne Personenbeförderungsschein keine Fahrgäste befördern. Deshalb hat Uber sein Geschäftsmodell für den deutschen Markt abgewandelt: Seitdem arbeitet das Unternehmen in Deutschland und Europa nur mit professionellen Fahrern zusammen, die eine Beförderungserlaubnis haben.

Das könnte sich aber schon bald ändern: Die große Koalition plant eine Gesetzesänderung, die diese Vorschrift lockern und Fahrdiensten wie Uber damit entgegen kommen könnte. Die Änderung des Gesetztes wird wohl nicht zuletzt durch "Moia" vorangetrieben - das deutsche Gegenstück zu Uber. Es handelt sich um den Mobiliätsservice von Volkswagen. Auch Daimler steigt mit dem Dienst "Via" in das Geschäft mit den Mitfahrangeboten ein.

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Anleitung: So funktioniert die Uber-App

Wer schon mal in den USA war, hat wahrscheinlich bereits eine Fahrt mit dem Uber-Taxi hinter sich. So funktioniert es:

  • Uber-App im App-Store auf dem Smartphone herunterladen. Die Kreditkarte muss jetzt hinterlegt werden, da die Abrechnung der Fahrten über diese erfolgt.
  • GPS-Standort zulassen.
  • App öffnen und gewünschtes Ziel eingeben.
  • Größe des Autos auswählen und angezeigten Preis bestätigen (die App berechnet den Preis automatisch).
  • Fahrer in der Nähe werden mit Autokennzeichen und Autotyp angezeigt. Jetzt kann ein Fahrer ausgewählt werden.
  • Mithilfe der App kann man nachverfolgen, wo sich der Fahrer befindet.
  • Am Ende einer jeden Fahrt können sich Fahrer und Fahrgäste gegenseitig mit ein bis fünf Sternen bewerten.

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Fahrer verdienen in Amerika nur einen Bruchteil

Die USA ist für Uber eine Geldgrube. Das Unternehmen heimst dort den Großteil der Erlöse selbst ein. Den Fahrern bleibt nur eine Provision von maximal 20 Prozent des Fahrpreises. In Deutschland sind Uber-Fahrer bei Mietwagen- oder Taxi-Unternehmen angestellt. Diese entscheiden, wieviel sie ihren Fahrern zahlen, sind aber an die gesetzlichen Vorgaben zum Mindestlohn gebunden.

Unter Taxi-Fahrern ist das Uber-Konzept umstritten. Viele sehen Uber-Fahrer als Konkurrenten, die denselben Markt abgrasen und ihnen die Gäste wegnehmen. Nicht wenige Taxler fürchten deshalb um ihre Existenz

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jg

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