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20 Prozent günstiger: Christoph Weigler dreht an der Preisschraube beim taxiähnlichen Angebot „UberX“.

Taxi-Branche

Uber setzt jetzt auf Billig-Chauffeure

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Der Fahrdienstvermittler Uber hat eine große Expansions-Kampagne für München angekündigt. Das Unternehmen will sein taxiähnliches Angebot „UberX“ ab sofort 20 Prozent günstiger anbieten und so die Tarife des Münchner Taxigewerbes deutlich unterbieten.

Christoph Weigler, Uber-Chef in München, erklärte am Donnerstag, man wolle „die gegenwärtig niedrigen Benzinpreise an die Nutzer weitergeben“. Damit möchte das Unternehmen mehr Münchner dazu bewegen, das eigene Auto stehen zu lassen und auf einen Mix aus Öffentlichem Personennahverkehr, Carsharing sowie Fahrdienstvermittlern wie Uber zurückzugreifen. Mit Einführung der neuen Preise wird eine Fahrt vom Stachus zur Ludwig-Maximilians-Universität durchschnittlich nur noch fünf Euro kosten, sagt Weigler. Für die Strecke vom Hauptbahnhof zum Flughafen fallen im Durchschnitt nur noch 43 Euro an. Allerdings gibt es bei Uber ein sogenanntes „dynamisches Fahrpreis-System“. Heißt: In Stoßzeiten können die Preise vorübergehend auch mal höher sein.

„Wir versprechen uns von den günstigeren Preisen eine deutliche Zunahme der Nachfrage“, sagt Weigler. Die Fahrer reduzierten dadurch ihre Leerzeiten und hätten am Ende des Tages mehr Geld in der Tasche. „Auslastung ist ein großes Thema in der Branche: Im Taxi-Gewerbe stehen die Fahrer im Durchschnitt 72 Prozent ihrer Einsatzzeit an Taxiständen und warten auf den nächsten Fahrgast.“ Dass die Uber-Preisoffensive nahezu zeitgleich mit der angekündigten Erhöhung der Taxi-Tarife in München zum 1. März daherkommt, sei laut dem Unternehmen Zufall – wenn auch ein komischer.

Bei der Münchner Taxi-Genossenschaft löst die angekündigte Uber-Offensive am Donnerstag zumindest keine große Panik aus. „Uber versucht mit Macht den bestehenden Taximarkt aufzubrechen – schwarze Zahlen können die unmöglich schreiben“, meinte Geschäftsführer Frank Kuhle auf Anfrage.

Sven Rieber

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