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Die Notruffunktion im Auto soll auch dann noch funktionieren, wenn Fahrer durch einen Unfall so schwer verletzt sind, dass sie ihr Handy nicht mehr bedienen können. Foto: Julian Stratenschulte

Unfallnotruf ohne Handy - Was ist ein eCall?

Bei einem Verkehrsunfall zählt oft jede Sekunde. Wertvolle Zeit kann verloren gehen, wenn Fahrer aufgrund ihrer verletzungen das Handy nicht mehr bedienen können. Die im Fahrzeug integrierte Funktion eCall soll hier automatisch eingreifen.

Essen (dpa/tmn) - Jährlich könnten in Europa Tausende Menschenleben gerettet werden, wenn nach einem Straßenunfall rechtzeitig Hilfe herbeigerufen werden würde, erklärt der Tüv Nord. Denn bei schweren Unfällen sind Fahrer oder Insassen oft so gravierend verletzt, dass sie selbst nicht zum Handy greifen können.

Das von der Europäischen Union geplante automatische Notrufsystem eCall (emergency call) soll hier Abhilfe schaffen und bei einem schweren Unfall automatisch Daten an die einheitliche europäische Notrufnummer 112 schicken.

Ab März 2018 müssen eCall-Notrufsysteme in allen Neuwagen integriert sein. Die Technik verfügt über einen GPS-Empfänger zur Ermittlung der Position sowie eine Mobilfunkeinheit zum Senden der Daten und zum Telefonieren mit der Notrufzentrale.

Das System basiert auf Crash-Sensoren, die einen schweren Unfall erkennen, zum Beispiel wenn die Airbags auslösen. Es setzt dann selbsttätig einen Notruf an die nächste erreichbare Notrufzentrale ab. Außerdem werden automatisch die exakten Standortdaten, der Unfallzeitpunkt und auch die Fahrtrichtung übermittelt. Letztere ist wichtig, wenn es um die Rettung von Verletzen auf der Autobahn oder im Tunnel geht. Das eCall-System kann über einen Knopf im Fahrzeug auch manuell ausgelöst werden. Für den Verbraucher ist das neue eCall-Notrufsystem kostenfrei.

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