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Tödlicher Unfall eines Tesla-Elektroautos ruft Bundesverkehrsministerium auf den Plan.

"Spiegel"

Verkehrsministerium lässt Tesla-Autopilot prüfen

Das Bundesverkehrsministerium lässt einem Medienbericht zufolge überprüfen, ob der Autobauer Tesla womöglich unerlaubt die Software am Fahrerassistenzsystem des Model S erweitert hat.

Möglicherweise seien Funktionen aufgespielt worden, die im Rahmen der Typgenehmigung nicht auf ihre Sicherheit überprüft wurden, berichtete der "Spiegel" vorab aus seiner neuen Ausgabe. Dabei solle es sich um ein System handeln, das Überholvorgänge regelt.

Bestätige sich der Verdacht, könnte die Typgenehmigung für dieses Modell erlöschen. Die Wagen müssten stillgelegt werden, berichtete der "Spiegel" weiter. Zuständig für einen etwaigen Entzug der Zulassung wären demnach die Behörden in den Niederlanden, wo Tesla die Typgenehmigung erhalten hat. Tesla äußerte sich zunächst nicht zu den Vorwürfen.

Normale Sachstandsgewinnung

Das Bundesverkehrsministerium teilte mit, es kläre derzeit den "technischen Sachstand" auf. Es gebe aber kein Ermittlungsverfahren gegen Tesla. Es handele sich lediglich um eine "normale Sachstandsgewinnung" zwischen Ministerium um Kraftfahrtbundesamt.

Tesla hatte vor einer Woche den ersten tödlichen Unfall mit einem per Autopilot gesteuerten Elektroauto bekanntgegeben. Der Autobauer hatte das System im vergangenen Jahr vorgestellt. Es lässt Autos automatisch die Spur wechseln, die Geschwindigkeit verändern und die Bremse auslösen. Allerdings muss der Fahrer laut Tesla jederzeit die Hände am Lenker halten.

Inzwischen kritisierte ein Zulieferer von Tesla das Autopilot-System als nicht ausgereift. Der israelische Hersteller Mobileye, der Kameras an Tesla liefert, erklärte gegenüber der "Süddeutschen Zeitung", dass Mobileye-Systeme Situationen mit seitlich kreuzenden Fahrzeugen erst ab 2018 erkennen könnten.

Deutsche Autobauer warnen zur Vorsicht

Vertreter deutscher Autobauer mahnten zur Vorsicht beim Einsatz von solchen Systemen. "Wir sind sehr vorsichtig damit, so etwas für den Kunden freizugeben", zitierte die "SZ" aus dem BMW-Konzern. Mercedes-Experte Michael Hafner sagte, der Straßenverkehr sei so komplex, "dass wir noch keine hundertprozentige Verfügbarkeit haben".

AFP

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