+
Mit einem Warnlicht und dem Schild "Straßenschäden" werden Autofahrer vor einer Baustelle gewarnt. Foto: Carsten Rehder

Verkehrssicherungspflicht im Rahmen von Straßenbauarbeiten

Langsam fahren, wenn die Baustelle kommt: In der Regel sorgen Schilder für besondere Situationen im Verkehr. Damit können Unfälle verhindert werden. Es gibt aber auch Ausnahmen.

Coburg (dpa/tmn) - Baustellen auf der Straße können gefährlich sein. Um Unfälle zu verhindern, sind sie in der Regel gut gesichert. Aber es gibt Ausnahmen: Kann man zum Beispiel eine aufgefräste Stelle auf einer Straße ohne Schwierigkeiten erkennen, sind besondere Vorkehrungen nicht erforderlich.

Hier erfolgt die Benutzung auf eigene Gefahr. In einem vor dem Landgericht Coburg verhandelten Fall war ein Radfahrer auf einer Straße gestürzt, deren Belag über eine Breite von 80 Zentimetern etwa vier Zentimeter tief aufgefräst war (Az.: 12 O 522/14). Links von dieser Stelle blieb ein Fahrweg von 2,75 Meter Breite. Die Baustelle war nicht abgesperrt. Bei dem Sturz verletzte sich der Radfahrer erheblich. Daher verklagte er die Baufirma auf Schadenersatz und Schmerzensgeld.

Ohne Erfolg, wie die Arbeitsgemeinschaft Verkehrsrecht des Deutschen Anwaltvereins (DAV) mitteilt: Angesichts der geringen Tiefe der Auffräsung von vier Zentimetern hielt das Gericht eine Sicherung nicht für erforderlich. Der Mann habe die aufgefräste Fahrbahnoberfläche zudem rechtzeitig erkannt, war aber trotzdem weiter gefahren. Er hätte aber notfalls vom Rad absteigen müssen. Außerdem sei er nicht auf der Fläche selbst, sondern daneben gefunden worden. Der Sturz könne daher auch andere Ursachen haben.

Arbeitsgemeinschaft Sozialrecht

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Ups! Diese "Spritztour" endete im Wasser
Diese Spritztour nahm ein feuchtes Ende: Am vergangenen Samstagabend musste die Feuerwehr ein Auto aus dem Tegeler See bergen. Was steckt dahinter?
Ups! Diese "Spritztour" endete im Wasser
Warum in Norwegen Elektro-Autos zum Problem werden
Obwohl Norwegen bei der Elektro-Mobilität die Nase vorne hat, rät die E-Auto-Vereinigung vom Kauf ab. Was steckt hinter dieser Entwicklung?
Warum in Norwegen Elektro-Autos zum Problem werden
Volvo drängt ab Frühjahr mit dem XC40 in die Kompaktklasse
Volvo bringt mit dem XC40 bereits seinen dritten Geländewagen auf den Markt. Die Preise starten zunächst bei 46 100 Euro. Ein späterer Einsteiger soll bei 31 350 Euro …
Volvo drängt ab Frühjahr mit dem XC40 in die Kompaktklasse
Neue Studie auf der IAA: Borgward elektrisiert die Isabella
Alter Name, Zukunftstechnik: Borgward hat eine Isabella als Konzeptstudie auf die Räder gestellt, die elektrisch fährt und die Insassen mit Hologramm-Anzeigen im …
Neue Studie auf der IAA: Borgward elektrisiert die Isabella

Kommentare