S-Bahn: Störung auf Linie S8 - Hinweis für Reisende zum Flughafen

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Verkehrsverstöße werden drastisch teurer

Berlin/München - Raser, Drängler und Alkoholsünder müssen vom kommenden Jahr an mit erheblich höheren Bußgeldern für Verkehrsdelikte rechnen. Merkur online bietet mit einer aktuellen Info-Strecke den Überblick, wo die Autofahrer bald noch stärker zur Kasse gebeten werden sollen - und Beispiele, wie teuer Ordnungswidrigkeiten heute breits sind für Autofahrer, Radfahrer und auch Fußgänger!

Auch bei etwas kleineren Vergehen wie gefährlichem Abbiegen oder Wenden sowie Verstößen gegen das Lkw-Fahrverbot an Sonntagen soll die Gebührenschraube deutlich angezogen werden. Das geht aus dem neuen Katalog des Bundesverkehrsministeriums hervor, der jetzt mit den Ländern abgestimmt werden muss. Für die Durchsetzung dieser Maßnahmen für mehr Sicherheit auf deutschen Straßen forderte Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) die Länder auf, ihre Verkehrskontrollen zu verschärfen.

Bis zu 60 Prozent teurer wird es laut Entwurf für Raser und Drängler: Bei einer Überschreitung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit um 21 bis 25 Stundenkilometer erhöht sich die Gebühr von 50 auf 80 Euro in geschlossenen Ortschaften und von 40 auf 70 Euro außerhalb der Orte. Dieses Bußgeld steigt in Stufen bis auf 680 (bisher: 425) Euro innerhalb und 600 (375) Euro außerhalb von Ortschaften bei mehr als 70 Stundenkilometern Tempoüberschreitung.

So teuer wird's:

>> Infostrecke: Die neuen Bußgelder im Straßenverkehr

Soviel kosten Ordnungswidrigkeiten schon heute

Beispiele aus dem bestehenden Bußgeldkatalog:

>> für Autofahrer 

>> für Radfahrer

>> für Fußgänger

Für Drängler erhöht sich die Buße mit jeder Abstandsverkürzung bis auf 320 Euro im Vergleich zu jetzt 200 Euro bei einer Geschwindigkeit von mehr als 80 Stundenkilometer und auf 400 (250) Euro beim Tempo von über 130. 

"Das eine ist, Bußgelder zu erhöhen, das andere ist, auch tatsächlich dafür zu sorgen, dass kontrolliert wird", sagte der Minister. "Wir müssen mehr tun für die Sicherheit auf unseren Straßen." Anders sei das Ziel in der EU nicht zu erreichen, die Anzahl der Verkehrstoten bis 2010 zu halbieren. Nachdem die Länder, die in Teilen bereits seit einiger Zeit bekannten Bußgeldpläne Tiefensees scharf kritisiert hatten, ließ der Bundesminister jetzt offen, ob das Kabinett den Entwurf bereits am 21. Mai verabschieden wird. Das hatte die "Bild"-Zeitung berichtet.

Unterstützt werden Tiefensees Pläne vom Verkehrsclub Deutschland (VCD). "Bußgelder treffen nur diejenigen Verkehrsteilnehmer, die sich bewusst über Regeln hinwegsetzen und damit letztlich das Leben und die Gesundheit anderer gefährden", sagte der VCD-Vorsitzende Hermann- Josef Vogt. Für die FDP erklärte der Verkehrsexperte Patrick Döring: "Die Bußgeldpläne von Minister Tiefensee sind maßlos und lassen jedes Gespür für die soziale Wirklichkeit in Deutschland vermissen."

Im vergangenen Jahr hatte es noch 2,3 Millionen Verkehrsunfälle gegeben. Das waren 2,7 Prozent mehr als 2006. Die Zahl der Toten ging dabei weiter leicht auf 4 970 zurück, gleichzeitig stieg die der Verletzten um 2,2 Prozent auf 431 000.

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