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Hinweiszettel an den Zapfsäulen der Tankstelle in Burgdorf (Niedersachsen).

Voll verzapft

Tankerfahrer verwechselt Diesel und Super

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Kurz abgelenkt und schon ist es passiert - statt Benzin ist Diesel im Tank. So ein Versehen ist wahnsinnig peinlich, vor allem, wenn man einen Tankwagen fährt und eine Tankstelle beliefert.

Das Autofahrer beim Tanken zur falschen Zapfpistole greifen, kommt vor. 5000 Mal im Jahr rückt der ADAC nach eigenen Angaben wegen einer falschen Spritfüllung aus. 

Die Ursachen für das Missgeschick sind vielfältig: Das Angebot der Treibstoffe wächst. In einigen Fällen sind Diesel und Benzin kaum getrennt und schwer zu unterscheiden oder tragen außergewöhnliche Namen.

Daneben gibt es ein weiteres Problem: Die Benzin-Zapfpistole passt bei vielen Fahrzeugen in einen Diesel-Einfüllstutzen. Einige Autohersteller haben das Risiko mittlerweile erkannt. Laut ADAC sind einige Dieselmodelle mit einem Schutzmechanismus ausgestattet, der eine Fehlbetankung unmöglich machen soll.

An einer Tankstelle in Burgdorf in der Region Hannover (Niedersachsen) hatten allerdings gleich 150 Autofahrer den falschen Sprit gezapft. 

Der Grund dafür war ein kleines Versehen mit großen Folgen: Ein Tankwagenfahrer hatte am vergangenen Samstag in der Nacht beim Betanken der Anlage Diesel und Super verwechselt.

Erst im Laufe des nächsten Tages kam das Missgeschick ans Licht. Immer mehr Stammkunden hätten sich, so Spiegel-Online, bei dem Geschäftsführer Cord Bösch gemeldet. Alle erzählten demnach eine ähnliche Geschichte. Sie mussten in die Werkstatt, weil ihr Motor stotterte oder überhaupt keinen Mucks mehr machte. Daraufhin überprüfte der Tankwart die Zapfsäulen.

Der Sachschaden beläuft sich wohl bis auf rund 200.000 Euro. Die Tankanlage muss komplett abgepumpt und gereinigt werden.

Trotz allem hegt Cord Bösch keinen Groll auf den Fahrer des Tankwagens. Für die Panne hat er, laut Bericht der Hannoverschen Allgemeine, sogar Verständnis. Wie die Zeitung berichtet, sei der Fahrer „fix und fertig“.

ml

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