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Golf 7 als Allrad -  Wir machten den Wintertest in den Kitzbüheler Alpen

Wintertest

Golf 7: Strahlemann im Schnee

Strahlen kann er, so viel ist klar. Mit knallroter Fassade steht der neue Golf 7 Allrad im Schnee der Kitzbüheler Alpen.

Erster Eindruck: ein Schmuckstück der Kompaktklasse. Schnittig und sportlich. Aber hält er auch, was er verspricht? Wir machen den Wintertest – und jagen den Golf durch Schnee, Eis und Dreck.

1986 feierte der Allrad im Golf sein Debüt, seitdem hat sich technisch viel getan. 4Motion heißt die aktuelle Antriebsvariante. Sie verspricht zuverlässige Traktion auf allen Untergrunden – egal, ob man durch enge Kurven jagt, auf Eis bremst oder bei Frost am Berg anfahren muss.

Der bringt's: Schnee, Eis, enge Kurven sind für den Golf 4 Motion ( und unseren Autor Andreas Thieme) sicher kein Problem.

Los geht’s. Wir fahren von Kitzbühel in Richtung Hollenauer Kreuz. Oben auf dem Berg liegt die eingeschneite Jausenstation auf 1026 Metern – rund 300 Höhenmeter Unterschied zum Startpunkt des Trials. Per Knopfdruck lässt sich die Dämpfung zwischen komfortabel und sportlich einstellen. Kraftvoll, aber leise zieht uns die Zweiliter-Dieselmaschine (150 PS) die schmale Passstraße hinauf. Leitplanken? Gibt es hier nicht. Dafür sammelt sich zentimeterhoch der Neuschnee, links gähnt ein Abgrund. Ganz klar: Autos ohne Allrad kriegen hier Probleme.

Nicht aber der Golf mit 4Motion-Technologie: Auch beim Anstieg bleibt er locker in der Spur und schlingert nicht. Der Neuschnee: Kein Problem, selbst kurze Eisflächen sind kein Hindernis. Denn: Verliert die Vorderachse Traktion, reagiert 4Motion und erhöht den Antrieb der Hinterräder. Kein Knopf, kein Hebel, kein Schalter – der Allrad greift automatisch. „Die Motorkraft wird bedarfsgerecht an die vier Räder verteilt. So hat der Golf immer so viel Allrad wie erforderlich“, erklärt Helmut Göbbels (51), Leiter Handschaltgetriebe und Allrad bei VW. Das funktioniert sogar bei Vollbremsung: Es ruckelt leicht, doch der Golf fängt sich blitzschnell in der Haarnadelkurve und steht.

Neuschnee - kein Problem

Wann verliert er die Kontrolle? Wir fahren mit 30 km/h auf einer verschneiten Parkplatz-Wiese, lenken dann voll ein. Der Golf driftet nur leicht, bricht nicht aus. Das neue XDS plus bremst das kurveninnere Rad und verhindert ein Untersteuern. „Auf vollständig rutschigem Untergrund verteilt 4Motion die Kraft gleichmäßig“, so Göbbels. „Verliert ein Rad die Haftung, greift die elektronische Differenzialsperre und grenzt es ab.“ Die Kraft fließt im kritischen Moment also dorthin, wo die Traktion noch vorhanden ist. Über die Fahrerzustandserkennung im Allradsteuergerät werden Raddrehzahl und Lenkwinkel ausgewertet. Wird der Allrad benötigt, schaltet er sich in Sekundenbruchteilen über die Haldex-5-Kupplung zu. „Das System reagiert schneller, als der Motor braucht, um Drehmoment aufzubauen.“

Autor Andreas Thieme

Nächster Test: Anfahren am vereisten Berg – in Sichtweite zur Jausenstation mussten wir einem Milchlaster ausweichen. Stark: Die Räder drehen auf der verschneiten Passstraße nicht durch – auch nicht beim zehnten Mal, mit stufenweise mehr Gas. Auch hier reagiert 4Motion: „Die Haldexkupplung wird weiter geschlossen und erhöht dadurch die Antriebskräfte an den Hinterrädern. Der heckbetonte Antrieb schafft Vortrieb an Steigungen, mit und ohne Anhänger.“

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Trotzdem ist der Golf sparsam unterwegs: Auf 100 Kilometer gibt VW für die 105-PS-Diesel-Version (Trendline, ab 23.425 Euro) nur 4,5 Liter und für die stärkere 150 PS-Variante (Comfortline, ab 27.975 Euro) 4,7 Liter Verbrauch an. Beim Test zeigt der Bordcomputer 6,2 Liter an. Dennoch: Der Golf 7 Allrad kann sich sehen lassen.

Andreas Thieme

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Golf VII: Er golft und golft und golft

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