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Solide und sicher: Der VW Golf der sechsten Generation ist als Gebrauchter eine Empfehlung wert. Foto: Volkswagen

VW Golf VI: Auch als Gebrauchter bürgernah und bodenständig

Berlin (dpa/tmn) - Bereits in der siebten Generation bevölkert der VW Golf die Straßen und führt seit Jahren die Zulassungsstatistik an. Er ist das Auto, dem die Deutschen vertrauen. Durchaus nicht zu Unrecht, soweit es seine Zuverlässigkeit betrifft.

Achsaufhängung, Lenkung, Licht und Bremse - in allen Punkten zeigt der bis 2012 gebaute Golf VI bei der Hauptuntersuchung (HU) laut dem "TÜV Report 2015" weniger Mängel als der Durchschnitt aller anderen Autos der jeweiligen Altersklasse. Einzig bei den Federn und Dämpfern machen zwei bis drei Jahre alte Golf gelegentlich etwas mehr Ärger. Außerdem fallen jüngere Exemplare des Golf VI durch überdurchschnittlichen Ölverlust auf.

Nicht ganz so rosig, aber immer noch positiv, ist das Bild, das der ADAC vom Golf VI zeichnet. Er liege bei der Pannenhäufigkeit spätestens ab 2010 im besseren Drittel in seiner Klasse. In den Anfangsjahren bis 2009 hätten defekte Kraftstoffpumpen, Zündkerzen und klemmende Zündschlösser für Aussetzer gesorgt. Bis 2011 gab es gelegentlich auch Probleme mit der Motorsteuerung und mit überspringenden Steuerketten. Und es trübten diverse Rückrufe die Anfangszeit des Golf VI.

Aufregend ist er wahrlich nicht, der Golf, und sicher auch insofern ein echter Volkswagen. Beim Modellwechsel vom Golf V zum Golf VI gab es besonders wenige Veränderungen - mehr wie ein Facelift denn wie eine neue Generation wirkte der 2008 eingeführte Kompaktklässler. Auch der Radstand blieb identisch. Im Innenraum wurde der Wagen dafür deutlicher verändert und auch bei der Ausstattung und der Sicherheit gab es größere Sprünge.

Das Motorenangebot des Golf VI ist groß, vom 1,4-Liter-Benziner mit 59 kW/80 PS bis zum 199 kW/270 PS starken Triebwerk im Golf R reicht das Leistungsspektrum bei den Ottomotoren. Die Diesel leisten zwischen 77 kW/105 PS und 125 kW/170 PS im Golf GTD. Eine 75 kW/102 PS starke BiFuel-Variante, die wahlweise mit Benzin oder Autogas läuft, war ab dem Baujahr 2009 verfügbar. Den Golf GTI bot VW in zwei Leistungsstufen an: mit 155 kW/210 PS und ab 2011 auch als Jubiläumsmodell Edition 35 mit 173 kW/235 PS.

Günstig ist so ein Golf GTI Edition 35 natürlich nicht. Etwa 18 650 Euro kostet ein 2011er Exemplar laut Schwacke, wenn er 45 000 Kilometer auf dem Zähler hat. Der Fünftürer ist mit 19 250 Euro noch etwas teurer. Wer sich mit dem Einstiegsmodell 1.4 Trendline des Baujahrs 2008 zufriedengibt, sollte mit 7150 Euro rechnen bei 81 000 Kilometern Laufleistung. Mit 1,6-Liter-Diesel (77 kW/105 PS) kostet der Wagen als BlueMotion-Variante von 2011 noch um die 11 050 Euro (68 100 Kilometer), ein fünftüriger Diesel mit 103 kW/140 PS von 2012 steht mit rund 14 900 Euro in der Liste (52 400 Kilometer).

Neben Drei- und Fünftürer ist der Golf VI auch als Kombi und als Cabriolet zu haben. Der Kombi wird als Golf Variant 1.4 Trendline von 2010 für etwa 9300 Euro gehandelt (64 200 Kilometer), als 1,6-Liter-Diesel desselben Baujahrs für etwa 450 Euro mehr (89 700 Kilometer). Das Cabrio wird noch immer gebaut und kostet mit dem 1,4-Liter-Benziner (118 kW/160 PS) laut Schwacke in der Version Cup von 2013 immerhin noch rund 20 050 Euro - bei einer angenommenen Laufleistung von 21 000 Kilometern.

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