Warten auf dem Sommer

München - Eine neues "Obenohne-Auto" rollt auf den Markt: der BMW 1er Cabrio mit bis zu 308 PS, ab 28 550 Euro, Schleudersitz, akzeptabler Kniefreiheit ... und ein paar Macken.

Nachdem das BMW 3er Cabrio im vergangenen Jahr seine Stoffkapuze wegen eines Stahldachs an den Haken hängen musste, rollt nun mit dem 1er Cabrio wieder ein klassisches "Obenohne-Auto" der Münchner auf den Markt. Mit dem Kompakt-Cabrio zielen die weißblauen Autobauer auf eine Marktnische im Premium-Bereich, die Konkurrent Audi mit dem A3 Cabrio praktisch gleichzeitig bedienen will. Das 1er Cabrio ist damit neben dem 3er und dem 6er sowie dem Z4der vierte offene BMW, rollt Anfang April zu den Händlern und kostet ab 28 550 Euro.

Als Antrieb stehen für den elegant gezeichneten Newcomer jeweils zwei Vierzylinder- und Sechszylinder-Benziner mit einem Leistungsspektrum von 143 bis 306 PS zur Verfügung. Hinzu kommt noch ein 2,0-l-Common-Rail-Diesel mit 177 PS. Sie sind alle schon bekannt und kommen aus dem hauseigenen Baukasten.

Das Fahrwerk des Cabrios ist ähnlich wie das des Coupés recht straff ausgelegt, lässt jedoch nicht den nötigen Komfort vermissen. Bei rasanten Kurvenfahrten liegt das Fahrzeug sicher auf der Straße und lässt sich dank serienmäßigem Schleuderschutz ESP kaum aus der Bahn bringen. Für zusätzliche Sicherheit sorgen vier serienmäßige Airbags sowie automatisch ausfahrende Überrollbügel hinter den Kopfstützen der Fondsitze.

Das Softtop des Cabrios öffnet und schließt sich binnen 22 Sekunden bis zu einer Geschwindigkeit von 50 Sachen voll automatisch. Für dachlose Autobahnfahrten ist das optional erhältliche Windschott obligatorisch. Es sorgt dafür, dass sich die Insassen selbst bei Geschwindigkeiten von 150 km/h keine Sorgen um ihre Frisur machen müssen. Die Verwirbelungen bleiben stets auf angenehmem Niveau und erlauben so eine störungsfreie Fahrt auch auf längeren Distanzen. Die niedrige Geräuschkulisse sowohl bei offenem als auch bei geschlossenem Verdeck lässt ebenfalls wenig Raum zum Mäkeln.

Im Innenraum des Cabrios findet der Fahrer das BMW-bekannte Cockpit mit klar strukturierten Instrumenten. Die Sitze sind bequem und halten den Fahrer auch bei der Kurvenhatz am rechten Fleck, ohne ihn zu sehr einzuengen.

Aber um in den Fond des viersitzigen Fahrzeugs zu gelangen, bereitet vor allem bei geschlossenem Verdeck viel Mühen. Ohnehin ist die Schulterfreiheit der hinteren Plätzen karosseriebedingt recht knapp bemessen, wodurch sich die Plätze eher für den Nachwuchs oder das Handgepäck als für zwei Erwachsene eignen. Die Kniefreiheit ist dafür aber noch akzeptabel, und wenn die Fahrt nicht von längerer Dauer ist,können schon mal vier Personen im 1er Cabrio Platz nehmen.

Das Kofferraumvolumen beträgt bei geschlossenem Verdeck 305 Liter und schrumpft geöffnet auf 260 Liter zusammen. Da sich das Cabrio ohnehin nur für zwei Personen eignet, kann die Ladekapazität im Fond praktischerweise auch erweitert werden: Für lange Gegenstände wie Skier oder Snowboards gibt es eine verbreiterte Durchladevorrichtung mit integriertem Schutzsack. Von den hauseigenen Spritsparmaßnahmen sind bei dem neuen Cabrio wie in den anderen 1ern auch u.a. eine Schaltpunktanzeige sowie eine elektrische Servolenkung an Bord vertreten. Die Start-Stopp-Automatik gibt es nur für die Vierzylinder. Bei den Sechszylindern sowie bei den optional erhältlichen Automatikgetrieben wird es noch zwei bis drei Jahre dauern, bis sie mit dem verbrauchsreduzierenden System ausgestattet werden können.

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