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Abgetragene Sportschuhe, zerfetzte Sandalen oder Stöckelschuhe - herrenlose Schuhe auf den Autobahnen sind für viele ein Rätseln.

Phänomen am Straßenrand

Warum liegen einzelne Schuhe auf der Autobahn?

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Ein Kinderschuh oder ein Wanderstiefel liegt auf dem Standstreifen neben der Autobahn - es ist ein Bild, das einem nicht mehr so schnell aus dem Kopf geht. Aber, wie kommen die Schuhe dort bloß hin?

Bestimmt sind vielen Autofahrern schon mal einzelne Schuhe am Seitenstreifen oder unter der Leitplanke aufgefallen. Turnschuhe, Bergstiefel oder Sandalen liegen in den verschiedensten Größen und Farben am Rand von deutschen Autobahnen herum. 

Der Anblick ist einfach rätselhaft. Was für eine Geschichte steckt dahinter. Sofort schießen einen Fragen durch den Kopf, wie, wer hat die Schuhe einmal getragen oder warum liegen sie überhaupt auf der Autobahn?

Das Geheimnis der einzelnen Schuhe 

Es gibt diverse Theorien zu den vielen herrenlosen Schuhwerk am Straßenrand. Schreckliche Verkehrsunfälle oder Entführungen sind zum Glück wohl kaum der Grund für dieses Phänomen.

„Es gibt Vermutungen, das vor allem Lastwagenfahrer diese Schuhe verlieren“, sagt Josef Seebacher von der Autobahndirektion Südbayern. Auf dem Parkplatz wechseln demnach Brummifahrer oft ihre Schuhe, stellen sie auf das Trittbrett und vergessen sie beim Losfahren. So fällt dann nach wenigen Kilometern ein Schuh nach dem anderen runter, heißt es. 

Stefan Heller von der Autobahnmeisterei Hohenbrunn (Bayern) kann das bestätigen. Täglich ist er und sein 33-köpfiges Team auf der A99 und A94 unterwegs, um auch verlorene Dinge auf dieser Strecke einzusammeln. Schuhe sind für Heller ein typischer Fund in der Reisezeit. Im Herbst wären es eher Wanderstiefel. 

Der Grund: Bei längeren Autofahrten wechseln seiner Erfahrung nach viele Reisende auf Parkplätzen gern ihr Schuhwerk. Das Auto-Dach dient als Ablage. Doch dort werden die Sachen einfach vergessen. Auf diese Weise gehen schnell auch Geldbeutel, Handys und Taschen auf der Autobahn verloren.    

In einem Fall hatte ein Autofahrer allerdings richtig Glück, berichtet der Autobahnmeister. Der Mann hatte seine Aktenmappe mit wichtigen Dokumenten auf dem Wagendach liegen lassen, aber beobachtet, wie sie während der Fahrt Richtung Mittelstreifen segelte. Mit dem Handy das noch in der Tasche steckte, lies sich die Mappe orten.

Auf der Autobahn fällt so einiges von Autodächern und Ladeflächen. Fahrräder, Lasterreifen, Dachboxen, Metallplatten oder Holzbalken gehen auf der Autobahn verloren. „Vorsicht Autofahrer auf der Strecke liegen Gegenstände auf der Fahrbahn“, heißt es dann im Verkehrsfunk. Auch eine Schrankwand hat Heller schon von der Autobahn gekratzt. An eine kuriose Fundsache kann er sich gut erinnern: die Hinterachse eines Kleintransporters mit Rädern blockierte die Mittelspur. Von dem Rest des Fahrzeugs war jedoch weit und breit keine Spur. 

Was tun beim Ladungsverlust?

Wer etwas auf der Autobahn verliert, sollte den Ladungsverlust, wie es im Fachjargon heißt, sofort der Polizei melden. Eine möglichst genaue Angaben zum Ort ist dabei wichtig. Auf keinen Fall sollten Autofahrer aussteigen, um selbst die Sachen zu bergen. Das ist verboten und lebensgefährlich. Sichern Sie vor der Fahrt ihre Ladung. Verlorene Gegenstände, die durch die Luft fliegen, können für den Nachfolgenden tödlich sein, sagt Josef Seebacher von der Autobahndirektion Südbayern. 

 ml




   




 

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