Warum verschwand der Tank-Boykott bei Facebook?

München - Die hohen Benzinpreise bringen die Autofahrer zur Weißglut. Ein Mann rief bei Facebook für Donnerstag zum bundesweiten Tank-Boykott auf. Doch plötzlich war der Aufruf weg…

Über 1,3 Millionen Nutzer des sozialen Netzwerkes hatten sich an dem Aufruf des Facebook-Mitgliedes Andy A. beteiligt. Der junge Mann wurde von der Resonanz überrollt. Er bat darum, ihm keine Freundschafts-Anfrage mehr zu schicken. Richtig ärgerlich wurde die Sache, als ein Moderator von Radio Hamburg auf Andy A.s Facebook-Seite entdeckte, dass jener bei einer Facebook-Seite namens mein kampf-hitler „gefällt mir“ geklickt hatte. Das gleiche hatte er bei der Seite der rechtsextremen NPD getan. Es hagelte Proteste. Andy A. löschte die umstrittenen Inhalte, die Einträge seien „Jugendsünden“ gewesen. Doch am Wochenende war die Seite plötzlich ganz weg! Hat sie Facebook gelöscht oder war es Andy A. selbst? Facebook gibt dazu „aus Datenschutzgründen“ keinen Kommentar ab. Allerdings legten andere Facebook-Nutzer neue Tankboykott-Seiten an.

ADAC-Sprecher Wolfgang Steichele sieht den Boykott kritisch: „Viele Pendler müssen tanken. Es ist besser, die günstigste Tankstelle zu suchen und so den Wettbewerb zu fördern.“ Der Verband der Mineralölwirtschaft macht den Euro-Kurs und die Iran-Krise für die hohen Preise verantwortlich – und die hohe Steuerbelastung.

Johannes Welte

Rubriklistenbild: © dpa

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