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Bei dichtem Nebel muss das Tempo gedrosselt werden. Foto: Julian Stratenschulte/dpa

Auto-ABC

Was heißt "auf Sicht" fahren?

Bei Nebel sollen Autofahrer "auf Sicht" fahren. Dieser Grundsatz soll für mehr Sicherheit im Straßenverkehr sorgen. Doch was bedeutet der genau?

Essen (dpa/tmn) - Gerade bei Nebel ist es für Autofahrer extrem wichtig, ihr Tempo an die Sichtverhältnisse anzupassen. Hilfreich können dabei die seitlichen Leitpfosten am Fahrbahnrand sein. Auf Autobahnen und Bundesstraßen stehen sie in der Regel im Abstand von 50 Metern, erklärt der Tüv Nord.

Ist am Autobahnrand nur ein Pfosten sichtbar, sollte man auf keinen Fall schneller als 50 km/h fahren. Bei dichterem Nebel muss das Tempo noch weiter gedrosselt werden - selbst wenn noch 30 km/h unterschritten werden. Bei 100 Metern freier Sicht gilt als Obergrenze 80 km/h, rät der Tüv Nord.

Tempo 100 sollte nicht überschritten werden, wenn die Sicht weniger als 150 Metern weit reicht. Im Gegensatz zur Geschwindigkeit sollte der Abstand zu vorausfahrenden Fahrzeugen bei schlechter Sicht nicht zu gering sein. Als Faustregel nennen die Prüfexperten: Sichtweite ist Sicherheitsabstand.

Damit genügend Zeit zum Reagieren bleibt, sollte man sich nicht aus Bequemlichkeit dicht an vorausfahrende Fahrzeuge "anhängen". Denn damit nimmt man sich praktisch jede Chance, rechtzeitig eine Bremsung einzuleiten. Besser ist es, mehr Abstand zu halten, um zusätzlichen Sicherheitsspielraum zu bekommen. Gerade im Nebel führt zu hohe Geschwindigkeit und zu geringer Abstand zwischen den Fahrzeugen häufig zu Massenkarambolagen. Geschwindigkeit reduzieren und Abstand vergrößern" ist also bei Nebel das Gebot der Stunde.

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