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Mit dem viertürigen GT Concept will AMG ab Herbst 2018 mit dem Porsche Panamera konkurrieren.

Porsche-Killer

Mit diesen Supersportlern will AMG Porsche überholen

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Zu seinem 50. Geburtstag plant AMG Großes. Die High-Performance-Schmiede von Mercedes will sich mit mehreren PS-Monstern die Krone der deutschen Sportwagenszene aufsetzen.  

Früher teilweise als bloße Tuningschmiede belächelt, entwickelt sich AMG immer mehr zu einer echten Konkurrenz zum etablierten Kreis der Sportwagenhersteller um Porsche, Ferrari, Aston Martin und Co. Dieser Trend begann spätestens mit der Einführung des SLS AMG - der ersten vollständigen AMG-Eigenentwicklung - und setzt sich seitdem kontinuierlich fort.

Im Zuge seines 50-jährigen Bestehens will der High-Performance-Ableger von Mercedes Benz nun noch einen draufsetzen und stellt gleich mehrere Supersportwagen vor, die das Potenzial zum Porsche-Killer haben. Dazu zählen neben dem AMG GT R besonders das Showcar AMG GT Concept sowie das Hybrid-Hypercar "Project One" mit Formel 1-Technik.

"Speerspitze" der AMG-Familie

In der sogenannten "Grünen Hölle" des Nürburgrings entwickelt, steht der giftige GT R an der Spitze der AMG GT-Familie. Laut Angaben von Mercedes steckt in diesem Fahrzeug so viel Motorsport-Technologie wie nie zuvor in einem Serienfahrzeug. 585 PS, 3,6 Sekunden von null auf 100, 318 km/h Höchstgeschwindigkeit sprechen eine deutliche Sprache.

Mercedes-AMG GT R unterwegs auf dem Nürburgring.

Bei einem von "Auto, Motor und Sport" durchgeführten Test auf der Nordschleife verwies der GT R das bisher schnellste gemessene Fahrzeug, den Porsche 918 Spyder, mit einer Rundenzeit von 7 Minuten und 11 Sekunden - zumindest zwischenzeitlich - auf den zweiten Platz. Die schnellste jemals von "Auto, Motor und Sport" gemessene Runde seit 1997. Und ein beachtliches Resultat, auch wenn der Porsche 918 diese Zeit inzwischen wieder um weitere 14 Sekunden unterboten hat.   

Panamera-Konkurrent auf Supersportwagen-Niveau

Ein weiterer Porsche-Konkurrent ist die erstmals im März 2017 in Genf vorgestellte Studie GT Concept. Die sportlich ambitionierten Schwaben wollen damit einerseits einen Ausblick auf alternative Antriebskonzepte - Stichwort Hybridisierung - geben. Andererseits soll das Showcar ab Herbst 2018 dem Porsche Panamera Konkurrenz machen. 

Zu diesem Zweck ist der seriennahe Sportwagen mit einem 4-Liter-V8-Biturbomotor und Elektromaschine ausgestattet, die bis zu 600 kW Leistung entwickeln kann. Laut Konzernangaben schafft der Wagen den Sprint von 0 auf 100 km/h dadurch in weniger als drei Sekunden - Supersportwagen-Niveau.

Hypersportler mit 1000 PS und Formel-1-Technik

Noch einen Schritt weiter geht noch das AMG-Hypercar namens "Project One", das auf der diesjährigen IAA Weltpremiere feiern wird. Das ehrgeizige Projekt soll laut Mercedes-Angaben das erste derzeit käufliche Fahrzeug mit F1-Hybridantrieb und Straßenzulassung sein. 

Angetrieben wird der Supersportler von einem 1,6 Liter V6-Turbomotor mit mehr als 1000 PS und über 350 km/h Spitzengeschwindigkeit. Wie "Focus Online" berichtet sollen vom Project One lediglich 275 Modelle gebaut werden, Stückpreis 2,8 Millionen Euro.

Das AMG Hypercar Project One in der Skizzenansicht.

  

Ob es AMG tatsächlich schafft, an Porsche vorbeizuziehen, wird die Zeit zeigen. Das anvisierte Ziel ist jedoch klar. Und fest steht auch: Mit dem Project One und GT Concept stößt AMG allemal in die Champions League der Sportwagenhersteller vor.         

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