Der Zukunft entgegen

München - Citroën arbeitet am Generationswechsel in der Mittelklasse und rollt als stilistischen Vorboten des nächsten C5 die Studie eines großen Cabrios ins Rampenlicht. Sie heißt Airscape und feiert auf der IAA in Frankfurt ihre Weltpremiere. Der große Viersitzer, zu dessen genauen Abmessungen die Franzosen noch keine Angaben machen wollen, hat eine betont runde Frontpartie, die von einer großen Kühleröffnung unter dem Stoßfänger und dem in die Motorhaube geschnittenen Doppelwinkel des Markenzeichens durchbrochen wird.

Dazu gibt es große Scheinwerfer, die weit um die Ecken reichen, ausgestellte Radhäuser, chromfarbene Schwellerleisten auf der Flanke und ein kräftig wirkendes Heck, das ebenfalls von markanten Leuchten und glänzenden Leisten geprägt ist.

Auf eine technische Neuerung des offenen Viersitzers sind die Franzosen besonders stolz. Es ist das Cabrioverdeck mit einem integrierten Glasdach, das aus einem Carbon-Faserverbund besteht und wie eine Kuppel designt ist.

Nach Ansicht der Franzosen läßt sich so die Optik einer traditionellen Stoffkonstruktion mit den Vorteilen eines Klappdachs am besten vereinen. Außerdem spare die Konstruktion wertvollen Platz beim Ein- oder Ausfahren und sorge auch bei geschlossener Fahrt für viel Licht im Inneren. Die Heckscheibe ist im Stil des Markenschlachtschiffs C6 nach innen gewölbt. Angetrieben wird das mit einer bei Citroën typischen Hydraulikfederung bestückte Konzeptfahrzeug von einem 204 PS starken V6-Diesel mit 2,7 Liter Hubraum, der serienmäßig mit einem Partikelfilter bestückt ist und erstmals auch mit Biodiesel fahren kann.

Mit Rücksicht auf Umwelt, Lärmentwicklung und Vibrationen haben die Franzosen den Motor als sogenannten "UrbanHybrid" ausgelegt und eine Start-Stopp-Automatik eingebaut. Sie funktioniert ähnlich wie bei Mercedes im Smart Fortwo: Sobald die Geschwindigkeit unter sechs Kilometer pro Stunde sinkt und der Fahrer auf der Bremse steht, geht der Motor aus. Nimmt er den Fuß wieder vom Pedal, schaltet das System den Antrieb wieder an. Diese Lösung soll im Gesamtverbrauch etwa 24 Gramm CO2 pro Kilometer sparen.

Außerdem wird mit dieser Technologie die Energie beim Bremsen zurückgewonnen und der Diesel beim Anfahren mit einem "Booster" kurzfristig unterstützt. Wann auf Basis dieser Studie der neue C5 präsentiert wird, wie viel Technik in die Serie übernommen wird und ob es in der nächsten Modellgeneration tatsächlich neben Limousine und Kombi auch ein Cabrio gibt, wollen die Franzosen frühestens in Schöne Linie mit markantem Heck: Citroën C5 Airscape Frankfurt verraten.

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