Tochter 100-mal missbraucht: Vater vor Gericht

Nürnberg - Mindestens 100-mal soll ein dreifacher Vater seine minderjährige Tochter vergewaltigt oder sexuell missbraucht haben. Jetzt steht er vor Gericht.

Während die heute 16-Jährige zu Beginn des Prozesses vor dem Landgericht Nürnberg-Fürth ihre Aussage bestätigte, stritt der 41- Jährige am Dienstag sämtliche Vorwürfe ab. Seine Tochter habe die Vorfälle nur erfunden, weil er ihr den Umgang mit ihrem Freund und den Besuch eines Musikfestivals verboten habe, sagte der Maurer aus dem mittelfränkischen Bad Windsheim. Er räumte ein, häufig viel getrunken und gerne Porno-Filme geschaut zu haben. Auch habe er seine Tochter schon im Alter von acht Jahren oftmals nachts geweckt, weil er jemanden zum Reden brauchte.

Die Jugendliche, die inzwischen in einer Pflegefamilie lebt, bestätigte ihre Vorwürfe jedoch. Danach hatte der Mann seine Tochter zwischen Juni 2002 und Februar 2009 mindestens 50-mal zum Oralverkehr gezwungen. Spätestens im Alter von zehn Jahren kamen an fast jedem zweiten Wochenende Vergewaltigungen hinzu. Die Staatsanwaltschaft geht von mindestens 50, wahrscheinlich aber 80 Fällen aus. Dabei soll der mutmaßliche Täter seiner Tochter auch Alkohol verabreicht haben.

Die Aussage der verschüchtert wirkenden Tochter fand unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Auch ihr Vater wurde während der Vernehmung ausgeschlossen. Das Urteil soll nach fünf Verhandlungstagen Mitte März fallen. Die Mutter sowie eine Schwester verweigern die Aussage.

dpa

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