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Drogen-Razzia: 1000 Polizisten waren im Einsatz.

1000 Polizisten bei Drogen-Großrazzia im Einsatz

Nürnberg - Großrazzia in der Drogenszene: Auf der Suche nach Gamma-Butyrolacton (GBL) haben 1000 Polizisten Wohnungen in Deutschland Österreich, der Schweiz und Slowenien durchsucht.

Allein in Deutschland hätten die Ermittler mehr als 300 Objekte ins Visier genommen, erklärten das Bayerische Landeskriminalamt (LKA) und die Staatsanwaltschaft Nürnberg/Fürth. Ingesamt werde gegen einige hundert Personen wegen des Verdachts auf Drogenhandel ermittelt. Die Verdächtigen sollen das GBL seit 2007 von einem 31-jährigen Chemiegroßhändler aus Mittelfranken illegal über das Internet gekauft und in Verkehr gebracht haben.

Der 31-Jährige sitzt seit einem halben Jahr in Untersuchungshaft. Alle im Fokus der Ermittlungen stehenden Personen seien Groß- beziehungsweise Mehrfachabnehmer der Droge gewesen. Zum Teil hätten sie das GBL aber auch selbst konsumiert. Das als Arzneimittel eingestufte GBL sei eine stark süchtig machende Chemikalie mit einer ähnlichen Wirkung wie Heroin, erklärte LKA-Sprecher Ludwig Waldinger. GBL sei jedoch erheblich billiger und schädlicher.

In höherer Dosierung wirke das Mittel wie K.o.-Tropfen. Schon fünf Milliliter davon könnten sogar tödlich sein. Normalerweise werde die Flüssigkeit in chemischen Betrieben als Reinigungsmittel eingesetzt.

Schwerpunkt Bayern

Schwerpunkt der Durchsuchungen war laut LKA Bayern, in Deutschland waren aber alle Bundesländer außer dem Saarland und Bremen betroffen. Wie viele Liter der Substanz die Beamten bei ihren Durchsuchungen sicherstellten, will das LKA neben weiteren Einzelheiten am (morgigen) Donnerstag (11.00 Uhr) gemeinsam mit der Staatsanwaltschaft auf einer Pressekonferenz in München mitteilen. Am Mittwoch seien die Durchsuchungen noch nicht überall abgeschlossen gewesen, erklärte Waldinger. Allein in Nordrhein-Westfalen wurden nach Angaben des dortigen Landeskriminalamtes bei der Durchsuchung von 36 Objekten 15 Liter der Substanz sichergestellt.

dpa

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