1400 Leasing-Fahrzeuge im Einsatz:

1400 Leasing-Streifenwägen auf Bayerns Straßen

München - Bayerns Polizisten fahren offenbar gern nagelneue Leasing-Streifenwägen. Denn: 17 Prozent des Fuhrparks der Bayerischen Polizei ist geleast.

Die Staatsregierung will aber wegen gemischter Erfahrungen mit geleasten BMW-Polizeiautos den Großteil ihrer Fahrzeuge weiter kaufen statt leasen. Das berichtete Ministerialrat Walter Jonas vom Innenministerium am Mittwoch im Kommunalausschuss des Landtag.

Derzeit sind 1400 Leasingfahrzeuge im Einsatz - 17 Prozent des Polizei-Fuhrparks. Mehr als ein Viertel soll es auch in den nächsten Jahren nicht werden, obwohl die Beschaffungskosten bei Leasingwagen zunächst billiger sind. “Das ist die Obergrenze“, sagte Jonas. Grund ist unter anderem, dass im Staatshaushalt Millionensummen durch die Leasing-Raten gebunden sind.

Beamten alle zwei Jahre neue Autos

Auch die Rückgabe ist teuer. Ein Vorteil beim Leasing dagegen ist, dass die Beamten alle zwei Jahre moderne neue Autos bekommen. Ein Grund für die vergleichsweise hohen Rückgabekosten ist, dass die Polizisten nicht immer schonend mit den teuren Autos umgehen, vor allem in München.

“Das Auto ist ein Arbeitsplatz für 24 Stunden, da wird nicht immer sorgsam mit den Dienstautos umgegangen“, sagte der SPD-Abgeordnete und Polizeigewerkschaftler Harald Schneider. Außerdem sind Polizeiautos auf dem Lande offenbar weniger großen Beanspruchungen ausgesetzt als in München.

Weniger Geld wegen Leasing-Raten

Ein weiterer Nachteil des Leasing ist, dass die Polizei wegen der kontinuierlich fälligen Leasing-Raten dann weniger Geld hat, um Autos mit Sonderausstattung zu kaufen, etwa für Hundestaffeln. “Diensthundeführer mussten jahrelang auf neue Fahrzeuge warten“, sagte der CSU-Abgeordnete Manfred Ländner. Die Opposition ist in Sachen Leasing ohnehin skeptisch. “Da verlagern wir nur Probleme in die Zukunft“, sagte die Grünen-Abgeordnete Susanna Tausendfreund. “Wahrscheinlich kommen wir finanziell schlechter weg, je mehr Leasing wir betreiben.“

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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