Bei Versteckspiel aufgeflogen

Polizei fasst 16 Flüchtlinge in Güterzügen 

Blinde Passagiere gefährlich unterwegs:16 Flüchtlinge wurden am Wochenende durch die Bundespolizei in Güterzügen auf der Strecke Verona-München erwischt.

Bei Güterzugkontrollen auf der Strecke Verona-München wurden in fünf verschiedenen Güterzügen 16 Flüchtlinge durch die Bundespolizei erfasst. Am Samstag wurden zehn Personen im Alter von zwölf bis 30 Jahren unter einer aufgeschlitzten Plane eines Sattelaufliegers entdeckt und festgenommen. Ein Marokkaner war bereits polizeibekannt, gegen ihn lag ein Haftbefehl der Staatsanwaltschaft Chemnitz wegen Diebstahl vor. Der 30-Jährige befindet sich jetzt in der Justizvollzugsanstalt in Eichstätt und wartet auf seine Abschiebung, so die Polizei. 

Bereits vier seiner Begleiter wurden nach Österreich zurückgewiesen, vier weitere Minderjährige an das Jugendamt überstellt. Ein 18-jähriger Gambier wurde aufgrund seines Asylgesuches an die Aufnahmestelle für Flüchtlinge weitergeleitet.

Am darauffolgenden Tag fand die Bundespolizei weitere Afrikaner in vier Güterzügen. Die fünf Männer im Alter von 18 bis 29 versteckten sich zwischen Lkw-Aufliegern und Eisenbahnwagen. Einer der Männer, ivorischer Staatsangehöriger, wurde bereits im Mai diesen Jahres zurückgewiesen und bekam eine Einreisesperre. Nun erhielt der 23-Jährige wegen seines erneuten Einreiseversuchs vom Haftrichter eine Geldstrafe von 300 Euro, die er begleichen konnte. Er und seine Begleiter, zwei Gambier, ein Marokkaner und ein Kameruner, wurden an die österreichischen Behörden überstellt, da sie das Land verlassen mussten und es ihnen offenbar nicht auf den Schutz der Bundesrepublik ankam, heißt es im Polizeibericht. 

sdr

Rubriklistenbild: © dpa

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