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Der Sprengstoff wurde sichergestellt.

Sprengei bei 17-Jährigem

Dieses Souvenir hätte in Katastrophe enden können

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Freyung - Da staunte die Polizei in Niederbayern nicht schlecht: Ein 17-Jähriger hatte ein lebensgefährliches Mitbringsel im Gepäck. Um was für ein Souvenir es sich handelte:

Die Polizei in Niederbayern hat bei einem 17-Jährigen einen gefährlichen Sprengsatz sichergestellt. Der Jugendliche aus Prien am Chiemsee habe das 1,3 Kilogramm schwere „Sprengei“ mit Wäsche umwickelt und in seiner Reisetasche versteckt – angeblich, um das explosive Mitbringsel aus der Tschechischen Republik vor Hitze und Erschütterungen zu schützen. Schleierfahnder der Polizeiinspektion Freyung entdeckten den Sprengstoff jedoch bei einer Kontrolle kurz hinter dem Grenzübergang Philippsreut. „Das ist eine lebensgefährliche Bombe, so einen großen Sprengkörper hatten wir noch nie“, sagt Polizeihauptkommissar Walter Hoffmann.

Der 17-Jährige, der in Begleitung eines etwas älteren Freundes war, gab an, den Feuerwerkskörper auf einem sogenannten Vietnamesenmarkt in der Tschechischen Republik gekauft zu haben. Die Märkte befinden sich nur drei bis vier Kilometer hinter der Grenze. Der junge Mann wollte den Feuerwerkskörper zu Silvester bei sich zu Hause in Prien auf einem Bolzplatz „zur Belustigung“ hochjagen, wie er freimütig einräumte. Die Wahrscheinlichkeit, dass dabei etwas schief gegangen wäre, ist indes hoch. Der Sprengsatz wurde sichergestellt, der 17-Jährige hat sich eine Anzeige wegen illegaler Einfuhr von explosionsgefährlichen Stoffen eingehandelt.

Die Polizei warnt ausdrücklich vor dem offenbar beliebten Kauf von Feuerwerkskörpern auf Vietnamesenmärkten. Diese entsprechen meist keinen Sicherheitsstandards. Im Fall des „Sprengeis“ gibt der chinesische Hersteller auf dem Aufkleber an, dass es nur von geprüften Fachleuten verwendet werden dürfe. Ein Sicherheitsabstand von 250 Metern sei Pflicht.  dw

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