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Die Unfallstelle bei Abensberg.

Tödlicher Unfall in Niederbayern

20-Jährige stirbt, weil sie helfen wollte

Offenbar beim Absichern einer Unfallstelle ist auf der A 93 in Niederbayern eine junge Frau gestorben. Zehn weitere Menschen wurden verletzt, mehrere von ihnen schwer. Bange Momente gab es bei der Suche nach einem vermissten Fahrzeuginsassen.

Abensberg – Ein nächtlicher Unfall auf der A 93 im Landkreis Kelheim hat die Einsatzkräfte vor eine Ausnahmesituation gestellt, die bis zum Morgen andauerte. Eine junge Frau starb noch vor Ort – sie wurde offenbar beim Absichern der Unfallstelle von einem nachfolgenden Fahrzeug überfahren. Laut Polizei ist der Unfallhergang allerdings noch nicht abschließend geklärt. Die Staatsanwaltschaft hat dazu ein Unfallgutachten angeordnet.

Fest steht: Gegen 1 Uhr in der Nacht zum Sonntag war ein 26-Jähriger aus dem Landkreis Kelheim nahe der Anschlussstelle Abensberg mit seinem VW Golf in die Leitplanke gekracht. Weshalb, ist bislang unklar. Das Auto schleuderte und kam quer zur Fahrbahn zum Stehen. Wenig später rammten drei weitere Autos, die ebenfalls in Fahrtrichtung München unterwegs waren, das Fahrzeug des Unfallverursachers.

Zuvor waren laut Berichten vor Ort die Beifahrerin und ein weiterer Insasse des Unfallfahrzeugs ausgestiegen, um die Unfallstelle abzusichern. Dabei wurde die 20-Jährige, ebenfalls aus dem Landkreis Kelheim, offenbar von einem nachfolgenden Fahrzeug erfasst und durch den Aufprall zwischen die Mittelleitplanken geschleudert und tödlich verletzt.

Der Unfallfahrer musste per Rettungshubschrauber mit schweren Verletzungen in die Klinik geflogen werden. Neun weitere Menschen wurden verletzt, mehrere von ihnen schwer.

Für die Rettungskräfte war der Einsatz damit allerdings lange nicht beendet: Ein 23-Jähriger aus dem Raum Regensburg, der in einem der Unfallfahrzeuge gesessen hatte, wurde vermisst. Die Polizei startete eine Großfahndung mit der Unterstützung von Suchmannschaften der Bereitschaftspolizei und der Feuerwehr. Außerdem waren Diensthunde und ein Polizeihubschrauber im Einsatz.

Gefunden wurde der Vermisste schließlich am Morgen von Mitarbeitern der Straßenmeisterei an der Anschlussstelle Hausen, mehr als fünf Kilometer nördlich der Unfallstelle. Er war laut Polizei äußerlich unverletzt, gab jedoch an, dass er sich an den Unfall und die Zeit danach nicht erinnern könne. Für die Vermisstensuche sowie die Arbeiten am Unfallort blieb der Autobahnabschnitt am Sonntag bis etwa 9.30 Uhr gesperrt. Der Sachschaden beträgt laut Polizei insgesamt etwa 100 000 Euro.  

ja/lby/mm

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