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36. Bayernrätsel: Die dritte Frage

Bei der dritten Folge des 36. Bayernrätsels geht es um die Maximiliansanlagen in München mit dem Friedensengel als weithin strahlendes Wahrzeichen.

Blickt man vom Hofgarten kommend die Prinzregentenstraße hinauf, wird das Auge unweigerlich vom goldenen Glanz der auf einer 23 Meter hohen Säule thronenden Friedensgöttin Nike gefangen genommen. Der historisch Kundige weiß, dass das als Friedensengel bekannte Denkmal an die 25-jährige Friedenszeit nach 1871 erinnert. Zum Zeitpunkt seiner Errichtung auf dem oberen Plateau der heute zu den Maximiliansanlagen gehörenden Prinzregententerrassen bestanden die ältesten Teile dieser Parkanlage bereits seit fast 40 Jahren.

Begrünung einer Residenzstadt – die Maximiliansanlagen

Bereits 1857 gab König Maximilian II. von Bayern die Anweisung „ … einen Fußweg auf dem rechten Isarufer zwischen Haidhausen und Bogenhausen her(zu)stellen, welcher zu beiden Seiten mit Bäumen und Gebüschgruppen bepflanzt werden soll“. Die Gestaltung dieses ältesten Abschnitts der Maximiliansanlagen auf der Isaranhöhe sowie der unmittelbar im Anschluss gebauten Gasteiganlagen folgte dem vom Generaldirektor der königlich-preußischen Hofgärten Peter Joseph Lenné 1854 entworfenen Gesamtplan zur gärtnerischen Ausschmückung der Residenzstadt München. Die detaillierte Planung und Ausführung des seit 1897 als Maximiliansanlagen bezeichneten Parks unterlag dem Hofgärtner und späteren Hofgärtendirektor Carl von Effner.

Mit dem bis dahin vor allem als Schafweide genutzten Areal auf der Isaranhöhe und dem stark erodierten, 15 Meter fast senkrecht zur Isar hin abfallenden Uferhang fand Effner denkbar ungünstige Voraussetzungen zur Gestaltung einer Parkanlage vor. Als Meister seines Fachs gelang es ihm jedoch, den Erwartungen des Königs gerecht zu werden. So modellierte er das Gelände zu einer kunstvollen Parklandschaft, erschloss Hochfläche und Hang mit Wegen und legte dichte Baum- und Strauchgruppen an, die reizvolle Ausblicke auf die Silhouette der Stadt eröffneten. Dabei verwendete er neben heimischen Baumarten wie Rotbuchen, Linden oder Eichen auch „Exoten“ wie Platanen, Tulpenbäume, Weigelien und Strauchrosen. Der Talgrund war noch von Hoch-wässern gefährdet und konnte deshalb nicht in den Park einbezogen werden.

Zwischen 1861 und 1866 gestaltete Carl von Effner in ähnlicher Weise die Gasteiganlagen. Dieses südlich des seit 1850 in Planung befindlichen Maximilianeums (Fertigstellung 1874) gelegene Gelände ermöglichte ihm nun eine großräumigere Gestaltung und ließ ihn einen freien, von sehr dichten Gehölzpartien umgebenen Wiesenraum schaffen.

Der von Prinzregent Luitpold 1890 gefasste Beschluss, die Prinzregentenstraße über eine neue Isarbrücke Richtung Osten weiter zu führen, hatte für einen Teil der Isaranlagen zwangsläufig große Veränderungen zur Folge. So bedurfte es einer ausgreifenden serpentinenartigen Straßenführung mit entsprechenden Rampen- und Terrassenkonstruktionen, um den über 10 Meter betragenden Höhenunterschied zum Isarhochufer zu überwinden. Die Detailplanung für die Prinzregententerrassen oblag dem Hofgarteningenieur Wilhelm Zimmermann.

Mit dem Bau der Prinzregententerrassen wurde auch der Anschluss der inzwischen hochwasserfrei verbauten ehemaligen Überschwemmungsbereiche an die bestehenden Isaranlagen möglich. Hofgärtendirektor Jakob Möhl, Nachfolger Carl von Effners, gestaltete die neuen Anlagenteile gemeinsam mit Wilhelm Zimmermann ganz im Sinne seines berühmten Vorgängers als landschaftliche Promenadenanlage mit sanft geschwungenen Wegen und gruppenweise gepflanzten Bäumen und Sträuchern.

Lesen Sie dazu auch:

Lebendige Gartendenkmäler – Kulturgenuss zum Nulltarif

Die 3. Frage:

Wie groß ist die Fläche, die die Maximiliansanlagen, oft auch nur als Maxanlagen bezeichnet, einnehmen?

(Die dritte Frage ist lösbar anhand der Website der Bayerischen Schlösserverwaltung www.schloesser.bayern.de

Die Lösung zu Frage 2

Die zweite Frage lautete: 

Nach welcher antiken Gottheit war der 1789/90 errichtete hölzerne Tempel benannt, der 1838 einer nach Plänen von Leo von Klenze erbauten steinernen Sitzgelegenheit in Form einer halbrunden Exedra weichen musste?

Antwort:

Der ursprünglich unweit des Chinesischen Turms stehende Tempel wurde nach dem Gott Apoll (griech. Apollon, lat. Apollo) benannt.

So wird's gemacht

Unser Bayern-Rätsel erscheint acht Wochen lang jeden Samstag. Die Antworten müssen jeweils bis zum Freitag der darauffolgenden Woche (Datum des Poststempels entscheidet) eingegangen sein. Wer bei allen acht Fragen mitmacht, hat acht Gewinnchancen.

Sie haben drei verschiedene Möglichkeiten, beim Bayernrätsel mitzumachen.

Mitspielen auf dem Postweg: Bitte schicken Sie die jeweiligen Antworten auf einer Postkarte an den

Münchner Merkur

„Bayern-Rätsel“

81007 München

Mitspielen per Online-Formular: Sie können hier unten auf der Seite direkt das Gewinnspiel-Formular ausfüllen

Mitspielen per sms: Wer per SMS mitmachen möchte: Schicken Sie eine SMS mit dem Text mm raetsel, Ihrer Lösung und Ihrer Adresse an die Nummer 52020 (0,50 Euro/SMS inkl. VFD2-Anteil 0,12 Euro)

Die Teilnahmefrist für die dritte Frage des Bayernrätsels 2017 ist bereits abgelaufen. Hier können Sie bei der aktuellen Frage des Bayernrätsels mitspielen

Mitmachen kann jeder – ausgenommen die Mitarbeiter des Münchner Zeitungsverlag, des Zeitungsverlags Oberbayern, des bayerischen Finanzministeriums und der Schlösserverwaltung.

Es gibt viele tolle Preise zu gewinnen

Schirmherr ist Heimatminister Markus Söder.  Hier geht's zum Grußwort.

Lösung

Die Lösungen werden jeweils in der Folgewoche in der Zeitung und auf Merkur.de veröffentlicht.

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