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36. Bayernrätsel: Die fünfte Frage

Bei der fünften Folge des 36. Bayernrätsels geht es um den Hofgarten in Schleißheim und sein barockes Blumenparterre.

Die Bayerische Schlösserverwaltung hat die Aufgabe, die in ihrer Obhut stehenden Gartendenkmäler als kulturelles Erbe zu erhalten. Im Hofgarten von Schloss Schleißheim, einem der bedeutendsten Barockgärten Deutschlands, orientieren sich die jüngsten Maßnahmen an einer gartendenkmalpflegerischen Pionierleistung – erbracht in den 1860er-Jahren vom damaligen Hofgärtner und späteren Hofgärtendirektor Carl von Effner.

Der Hofgarten in Schleißheim und sein barockes Blumenparterre

Die einst im wahrsten Sinne des Wortes blühende Gartenanlage war im Verlauf des 18. Jahrhunderts mehr und mehr vernachlässigt worden, nachdem der Hof zusehends das Interesse an der Sommerresidenz verloren hatte. Effner nun schickte sich an, den Garten nach historischen Vorlagen in Teilen wiederherzustellen. Seine Pläne waren es vor allem, auf deren Basis 2010/11 die grundlegende Restaurierung des Schleißheimer Blumenparterres erfolgte.

Angelegt wurde dieses bedeutende Gartenkunstwerk unter Kurfürst Max Emanuel um 1717 als Teil der sich damals zur barocken Pracht entfaltenden Schleißheimer Sommerresidenz. Die gesamte Gartenanlage erstreckt sich zwischen Schloss Lustheim (erbaut 1684–87) und dem unweit des Alten Schlosses zu errichtenden Neuen Schloss. Der Entwurf stammt von Henrico Zucalli. Neben den Garten begrenzenden Kanälen entstanden entlang einer dominierenden Mittelachse beiderseits Boskette. Unterbrochen wurden die Arbeiten an Garten und Schloss durch das Exil Max Emanuels infolge der verlorenen Schlacht von Höchstädt, aus dem er erst 1715 zurückkehrte.

Nun entwickelte der Franzose Dominique Girard einen Plan, der auf der Zuccalli’schen Grundstruktur aufbaute. Den vor dem Neuen Schloss auf der Gartenseite liegenden Parterrebereich konzipierte er jedoch gänzlich neu. Beim tieferliegenden aufwändigen Blumenparterre wurde an dessen östlichem Ende der Höhensprung zum Boskettbereich mithilfe einer Kaskade kunstvoll überbrückt. Die zentrale Längsachse, mit Lustheim als visuellem Bezugspunkt, diente als Bahn für das beliebte Mailspiel. Um 1780 wurde sie durch den heute noch existierenden Kanal ersetzt. In den beiderseits angelegten Bosketten boten u.a. diverse Wasserspiele beim Lustwandeln Abwechslung.

Den östlichen Abschluss der Gartenanlage bildete ein Rondell mit Ringkanal – im Zentrum Schloss Lustheim –, das durch strahlenförmig angelegte Wege gegliedert war. Diese leiteten den Blick in die angrenzende Landschaft hinaus und führten ihn über Sichtachsen zu markanten Punkten in der näheren und weiteren Umgebung.

Zu den markantesten Points de Vue („Blickpunkten“) zählten die Türme des Freisinger Doms und der Münchner Frauenkirche. Die das Rondell ursprünglich halbkreisförmig abschließenden und u.a. als Orangerie dienenden Zirkelbauten sind leider verfallen. Heute zeichnen Hainbuchenhecken ihren Grundriss nach. Auch der Garten litt unter mangelnder Pflege – bis Carl von Effner ab 1865 im Auftrag von König Ludwig I. Teilbereiche einer Restaurierung unterzog. Alle Maßnahmen erfolgten jedoch sehr behutsam, sodass die barocke Grundstruktur des Schleißheimer Hofgartens bis heute weitgehend erhalten blieb.

Lesen Sie dazu auch:

Lebendige Gartendenkmäler – Kulturgenuss zum Nulltarif

Die 5. Frage 

In welchem bereits vorgestellten Schlosspark war der renommierte französische Gartenarchitekt Dominique Girard (um 1680–1738) ebenfalls maßgeblich tätig?

Lösung zu Frage 4

Die vierte Frage lautete: 

Von wem stammt der 1865 am Badenburger See errichtete Monopteros?

Antwort:

Von Leo von Klenze

So wird's gemacht

Unser Bayern-Rätsel erscheint acht Wochen lang jeden Samstag. Die Antworten müssen jeweils bis zum Freitag der darauffolgenden Woche (Datum des Poststempels entscheidet) eingegangen sein. Wer bei allen acht Fragen mitmacht, hat acht Gewinnchancen.

Sie haben drei verschiedene Möglichkeiten, beim Bayernrätsel mitzumachen.

Mitspielen auf dem Postweg: Bitte schicken Sie die jeweiligen Antworten auf einer Postkarte an den

Münchner Merkur

„Bayern-Rätsel“

81007 München

Mitspielen per Online-Formular: Sie können hier unten auf der Seite direkt das Gewinnspiel-Formular ausfüllen *

Mitspielen per sms: Wer per SMS mitmachen möchte: Schicken Sie eine SMS mit dem Text mm raetsel, Ihrer Lösung und Ihrer Adresse an die Nummer 52020 (0,50 Euro/SMS inkl. VFD2-Anteil 0,12 Euro)

Es gibt viele tolle Preise zu gewinnen

Mitmachen kann jeder – ausgenommen die Mitarbeiter des Münchner Zeitungsverlag, des Zeitungsverlags Oberbayern, des bayerischen Finanzministeriums und der Schlösserverwaltung.

Schirmherr ist Heimatminister Markus Söder.  Hier geht's zum Grußwort.

Lösung

Die Lösungen werden jeweils in der Folgewoche in der Zeitung und auf Merkur.de veröffentlicht.

Die Abstimmung ist beendet.
Vielen Dank für Ihr Interesse! Besuchen Sie unsere Seite gerne wieder.


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