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36. Bayernrätsel: Die sechste Frage

Bei der sechsten Folge des 36. Bayernrätsels geht es um den Schlosspark Linderhof.

Fernab von Lärm und Leben in der Residenzstadt hoffte König Ludwig II. in den Ammergauer Bergen, die ihm seit seiner Jugend bekannt waren, der Enge und den Querelen des herrschaftspolitischen Alltags ein wenig entfliehen zu können. Sein Vater, König Maximilian II., hielt sich häufig zur Jagd im Graswangtal auf und logierte dabei in einem von ihm als Forsthaus genutzten Teil des „Linderhofs“. Dort nun beschloss Ludwig II. 1868 zunächst, „sich einen kleinen Pavillon und einen nicht allzu großen Garten“ bauen zu lassen. Angesichts seiner inneren Verbundenheit zu den Bourbonenherrschern und tiefgreifenden Bewunderung für Ludwig XIV. und seine Bauten nahm der Wunsch nach einem Rückzugsort allerdings rasch andere Dimensionen an und der „Märchenkönig“ wünschte sich den Nachbau der Schloss- und Gartenanlage von Versailles.

Von Traum und Wirklichkeit – der Schlosspark Linderhof

Da das enge Tal den baulichen Ambitionen natürliche Grenzen setzte, sah sich Hofgärtendirektor Carl von Effner bereits bei seinem ersten Plan gezwungen, eine stark verkleinerte Version der Versailler Gartenanlage zu projektieren – und selbst diese sollte sich als nicht praktikabel erweisen. Um in der Planungsphase näher am Geschehen sein zu können, ließ sich Ludwig II. 1869 zunächst das Jagdhaus seines Vaters als „Königshäuschen“ ausbauen. Im Jahr darauf folgte ein Anbau im Osten. Vor dem zunächst noch in Holz ausgeführten Arbeits- und Speisezimmer entstanden ab 1872 auch die ersten beiden Gartenpartien, das heutige Ost- und Westparterre. Mit dem Erwerb der im Chiemsee gelegenen Insel Herrenwörth 1873 sah Ludwig II. die Möglichkeit, das Versailles-Projekt dort zu realisieren. In Linderhof entstand das zauberhafte Schloss- und Gartenensemble, das wir heute kennen.

Nachdem der hölzerne Anbau mit festem Mauerwerk ummantelt und zum Schloss ausgebaut wurde, musste das „Königshäuschen“ weichen und wurde rund 300 Meter weiter westlich wieder aufgebaut. Damit war nun auch genügend Platz entstanden, um die Gartenanlage um das Schloss entsprechend zu erweitern. Vor dem Spiegelsaal im Südtrakt entstand ein großes Wasserbecken mit einer etwa 25 Meter hohen Fontäne. Das am Ende des Bassins rasch ansteigende Gelände nutzte Carl von Effner für die Anlage von drei über Freitreppen verbundene Terrassengärten. Den krönenden Abschluss bildet bis heute ein Rundtempel als „point de vue“. Botanisches Highlight ist eine rund 300 Jahre alte Linde („Königslinde“), die Ludwig II. nicht hatte fällen lassen.

Vor dem Schlafzimmer im Nordtrakt des neuen Gebäudes nutzte man das ansteigende Gelände zum Bau einer Kaskade mit dem Neptunbrunnen als unterem und dem sogenannten Musikpavillon als oberem Abschluss. Die das Schloss umgebenden dekorativen, von Heckenwänden und Laubengängen umgebenen und mit Blumenrabatten, Figuren und Brunnen verzierten Gartenräume setzen die festliche Inszenierung im Innern des Schlosses im Freien fort. Von hier leitet ein landschaftlicher Park zum angrenzenden Tannen-Buchen-Bergwald der Ammergauer Berge über. Sanft geschwungene Wege führen abwechselnd durch prächtige Buchen-, Eichen- und Lindengruppen sowie freie Wiesen und bieten so dem Parkbesucher eine Fülle wechselnder Landschaftsbilder.

Im Park und in den anschließenden Waldgebieten ließ Ludwig II. 1876 zahlreiche kleinere Bauten errichten, die ihm als „Fluchtburgen“ dienten. Den Anfang machte der „Maurische Kiosk“, gefolgt von Hundinghütte, Gurnemanzklause, Venusgrotte und Marokkanischem Haus.

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Lebendige Gartendenkmäler – Kulturgenuss zum Nulltarif

Die 6. Frage 

Welcher bedeutende deutsche Komponist fungierte mit seinem fulminanten musikalischen Werk als Inspirationsquelle für diverse Parkbauten in der Gartenanlage von Schloss Linderhof?

Lösung zu Frage 5

Die fünfte Frage lautete: In welchem bereits vorgestellten Schlosspark war der renommierte französische Gartenarchitekt Dominique Girard (um 1680–1738) ebenfalls maßgeblich tätig?

Antwort: Dominique Girard wirkte mit seinem Gartenplan aus dem Jahr 1715 auch bei der Gestaltung des Nymphenburger Schlossparks entscheidend mit.

So wird's gemacht

Unser Bayern-Rätsel erscheint acht Wochen lang jeden Samstag. Die Antworten müssen jeweils bis zum Freitag der darauffolgenden Woche (Datum des Poststempels entscheidet) eingegangen sein. Wer bei allen acht Fragen mitmacht, hat acht Gewinnchancen.

Sie haben drei verschiedene Möglichkeiten, beim Bayernrätsel mitzumachen.

Mitspielen auf dem Postweg: Bitte schicken Sie die jeweiligen Antworten auf einer Postkarte an den

Münchner Merkur

„Bayern-Rätsel“

81007 München

Mitspielen per Online-Formular: Sie können hier unten auf der Seite direkt das Gewinnspiel-Formular ausfüllen *

Mitspielen per sms: Wer per SMS mitmachen möchte: Schicken Sie eine SMS mit dem Text mm raetsel, Ihrer Lösung und Ihrer Adresse an die Nummer 52020 (0,50 Euro/SMS inkl. VFD2-Anteil 0,12 Euro)

Die Teilnahmefrist für die sechste Frage des Bayernrätsels 2017 ist bereits abgelaufen. Hier können Sie bei der aktuellen Frage des Bayernrätsels mitspielen.   

Es gibt viele tolle Preise zu gewinnen

Mitmachen kann jeder – ausgenommen die Mitarbeiter des Münchner Zeitungsverlag, des Zeitungsverlags Oberbayern, des bayerischen Finanzministeriums und der Schlösserverwaltung.

Schirmherr ist Heimatminister Markus Söder.  Hier geht's zum Grußwort.

Lösung

Die Lösungen werden jeweils in der Folgewoche in der Zeitung und auf Merkur.de veröffentlicht.

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