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36. Bayernrätsel: Die siebte Frage

Bei der siebten siebten Folge des 36. Bayernrätsels geht es um den Schlosspark von Herrenchiemsee.

Anders als im politischen Geschehen seiner Zeit sah König Ludwig II. in der Realisierung seiner Bauten und der dazugehörigen Gartenanlagen die Möglichkeit, seine Träume umzusetzen. Hier konnte er machtvoll wirken und überdimensionierte Projekte durchsetzen.

Der Geist von Versailles – die Gartenanlage auf Herrenchiemsee

Seinen Plänen, in Linderhof eine Schloss- und Gartenanlage nach Versailler Vorbild zu schaffen und so seiner Verehrung für den Sonnenkönig Ludwig XIV. Ausdruck zu verleihen, waren aufgrund landschaftlicher Gegebenheiten noch natürliche Grenzen gesetzt worden. Die Insel Herrenwörth (heute „Herreninsel“ oder „Herrenchiemsee“) im Chiemsee erschien in dieser Hinsicht als Baugrund durchaus geeignet – und stand just zur rechten Zeit zum Verkauf. Nachdem eine Holzverwertungsgesellschaft bereits geplant hatte, die kompletten Waldbestände abzuholzen, kam der bayerische König zum Zug und erwarb im Jahr 1873 die rund 230 ha große Insel. Zwar blieb ein großer Teil der Waldflächen verschont. Ein nicht unerheblicher Teil musste aufgrund des auf einer Fläche von ca. 81 ha geplanten Gartens aber dennoch weichen. Das Gelände musste planiert werden.

Wie schon in Linderhof erfolgte die Planung der Gartenanlage durch Hofgärtendirektor Carl von Effner, der mit den Wünschen des Königs nach einem „Klein-Versailles“ ja bereits seit den Arbeiten im Graswangtal bei Ettal vertraut war. Weder das Neue Schloss Herrenchiemsee noch die Parkanlage sollte bzw. konnte jedoch eine detailgetreue Kopie der Versailler Anlage darstellen. Und so konzentrierte sich von Effner bei seiner Gartenplanung insbesondere auf jene Bereiche, die Ludwig II. von den Haupträumen des Schlossmitteltraktes aus – dem Paradeschlafzimmer und der Spiegelgalerie – sehen würde.

Nach Westen hin fügten sich das „Parterres d’eau“ mit den beiden Wasserbecken, das Blumenparterres mit dem Latonabrunnen, der Apollobrunnen sowie der Kanal zu einem festlich-dekorativen Bild. Richtung Osten sollte der Blick über eine 900 Meter lange Auffahrtsallee in die Tiefe bis hin zum Ostufer der Insel führen. Im Unterschied zu Versailles enden die dort schier endlosen Sichtachsen in Herrenchiemsee bereits nach relativ kurzem Verlauf an hohen Heckenwänden und schlossen die „Traumwelt“ des Königs nach außen hin ab. Letztlich gelangte lediglich das entlang der westlichen Mittelachse gelegene Gartenareal bis zum Tod Ludwig II. 1886 zur Ausführung – und damit nur etwa ein Drittel der ursprünglich projektierten Anlage. Carl von Effner selbst war bereits zwei Jahre zuvor verstorben. Seine Position hatte daraufhin Jakob Möhl übernommen, der den Schlosspark mithilfe einfacher Maßnahmen fertigstellte.

Bereits wenige Jahre nach ihrer Entstehung waren die Wasserspiele vor Schloss Herrenchiemsee defekt und mussten abgestellt werden. In der 1. Hälfte des 20. Jahrhunderts setzte sich dann der Verfall der gesamten Gartenanlage fort. Dank der in den 1970er-Jahren begonnenen und 1994 abgeschlossenen Arbeiten zur Wiederherstellung dieses bedeutenden Gartendenkmals durch die Schlösserverwaltung bietet sich dem heutigen Besucher weitgehend jener Eindruck dar, wie ihn König Ludwig II. erlebt hatte. 

Die Teilnahmefrist für die siebte Frage des Bayernrätsels 2017 ist bereits abgelaufen. Hier können Sie bei der aktuellen Frage des Bayernrätsels mitspielen.

Lesen Sie dazu auch:

Lebendige Gartendenkmäler – Kulturgenuss zum Nulltarif

Die 7. Frage 

Die in den Jahren 1970/72 bzw. 1994 aufwändig instandgesetzten Wasserspiele im Gartenparterre zählen zu den Highlights der Gartenanlage. Nach welchen Gottheiten sind diese Brunnenanlagen benannt? 

Lösung zu Frage 6

Die sechste Frage lautete: 

Welcher bedeutende deutsche Komponist fungierte mit seinem fulminanten musikalischen Werk als Inspirationsquelle für diverse Parkbauten in der Gartenanlage von Schloss Linderhof?

Antwort:

Die 1876/77 errichteten Parkbauten Hundinghütte, Gurnemanzklause und Venusgrotte sollen an zentrale Schauplätze der großen Musikdramen Richard Wagners (1813–83) erinnern („Die Walküre“, „Parsifal“, „Thannhäuser“).

So wird's gemacht

Unser Bayern-Rätsel erscheint acht Wochen lang jeden Samstag. Die Antworten müssen jeweils bis zum Freitag der darauffolgenden Woche (Datum des Poststempels entscheidet) eingegangen sein. Wer bei allen acht Fragen mitmacht, hat acht Gewinnchancen.

Sie haben drei verschiedene Möglichkeiten, beim Bayernrätsel mitzumachen.

Mitspielen auf dem Postweg: Bitte schicken Sie die jeweiligen Antworten auf einer Postkarte an den

Münchner Merkur

„Bayern-Rätsel“

81007 München

Mitspielen per Online-Formular: Sie können hier unten auf der Seite direkt das Gewinnspiel-Formular ausfüllen *

Mitspielen per sms: Wer per SMS mitmachen möchte: Schicken Sie eine SMS mit dem Text mm raetsel, Ihrer Lösung und Ihrer Adresse an die Nummer 52020 (0,50 Euro/SMS inkl. VFD2-Anteil 0,12 Euro)

Es gibt viele tolle Preise zu gewinnen

Mitmachen kann jeder – ausgenommen die Mitarbeiter des Münchner Zeitungsverlag, des Zeitungsverlags Oberbayern, des bayerischen Finanzministeriums und der Schlösserverwaltung.

Schirmherr ist Heimatminister Markus Söder.  Hier geht's zum Grußwort.

Lösung

Die Lösungen werden jeweils in der Folgewoche in der Zeitung und auf Merkur.de veröffentlicht.

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