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Die Residenz und der Max-Joseph-Platz im Herzen von München: König Ludwig I. hat die Residenz der Wittelsbacher von seinem Lieblingsarchitekten Leo von Klenze erweitern lassen.

Mitspielen und gewinnen

37. Bayern-Rätsel: Die erste Frage

Start zum 37. Bayernrätsel: Bei der ersten Frage unseres Gewinnspiels geht es um die Residenz, den Königsbau im Herzen von München.

München – „… das will ich dem Louis überlassen.“ – mit diesen Worten verabschiedete sich Max I. Joseph, Bayerns erster König (reg. 1799-1825), von weiterreichenden Plänen, die ererbte Münchner Residenz der Wittelsbacher zu modernisieren und baulich zu erweitern. Er wollte sie zu einem Knoten- und Ausgangspunkt der beginnenden planmäßigen Stadterweiterung machen, die München in die zeitgemäße Hauptstadt des jungen Königreichs Bayern verwandeln sollte.

Der Königsbau mitten in München

An seiner Stelle übernahm sein Sohn Ludwig diese Aufgabe. Tatsächlich fühlte sich der ehrgeizige und kunstinteressierte Kronprinz im Verein mit seinem favorisiertem Architekten Leo vor Klenze für diese Herausforderung mehr als bereit. Zudem war mit Abbruch des jahrhundertalten Franziskanerklosters 1802 südlich der barocken Residenzgebäude ein weitläufiger, zur Innenstadt hin orientierter Baugrund freigeworden. Mit einem programmatischen Neubau sollte hier ein symbolischer Repräsentationsort der Monarchie entstehen, der als Gegengewicht zum benachbarten Schrannenplatz (heute Marienplatz) mit dem Rathaus als dem Zentrum bürgerlichen Einflusses fungieren konnte.

Ab 1823 nahmen deshalb Planungen für einen neuen Schlossflügel an Fahrt auf, den der Kronprinz schon früh als „Königsbau“ betitelte, da er ihn erst als König errichten lassen und bewohnen wollte. Nur wenige Monate nach Ludwigs Regierungsantritt, erfolgte 1826 die feierliche Grundsteinlegung. Innerhalb weniger Jahre nahm der Bau Gestalt an. Waren die Schaufassaden der älteren Residenzflügel eindeutig nach in-nen, auf eingehegte Hof- und Gartenanlagen hin orientiert, suchte Klenze die lang gestreckte Front seines Königsbaus mit weiten Bogenstellungen nach Vorbild älterer „Erscheinungsfenster“ zur Stadt hin zu öffnen und so programmatisch das Selbstbild Ludwigs I. als eines den Landeskindern zugewandten, den Grundsätzen der 1818 erlassenen Verfassung verpflichteten Monarchen zu symbolisieren.

Der Thronsaal des Königs in der Münchner Residenz mit dem von Schwanthaler entworfenem Stuckdekor.

Zitierten die ersten Entwürfe noch dynamisch bewegte Palastfassaden des barocken Rom, musste Klenze diese in der Folge stark überarbeiten. Hatte Ludwig doch auf einer seiner zahlreichen Italienreisen die ebenso eleganten wie schlichten Renaissance-Stadtpaläste von Florenz kennen und schätzen gelernt und verlangte nun auch für seinen künftigen Münchner Wohnsitz gebieterisch eine Fassade im „florentinischen Style“. Im westlichen Erdgeschoss des Königsbaus wurden öffentlich zugängliche Schauräume für die von Ludwig geförderte monumentale Wandmalerei reserviert, die Platz für einen geplanten Freskenzyklus mit Episoden aus dem mittelalterlichen Nibelungenlied boten.

1831 begann der Maler Julius Schnorr von Carolsfeld mit der umfänglichen Ausmalung der fünf Säle, die erst über drei Jahrzehnte später unter der Regierung von Ludwigs Enkel, König Ludwig II., zum Abschluss kommen sollte. Der übrige Innenausbau hingegen wurde 1835 vollendet. Und auch die luxuriöse Möblierung der reich ausgemalten Wohnräume für Ludwig I. und seine Gemahlin Therese von Sachsen-Hildburghausen wurde termingerecht fertiggestellt. So konnte das Herrscherpaar pünktlich am Tag seiner Silberhochzeit am 12. Oktober 1835 das prächtige Doppelappartement im ersten Stock des Königsbaus beziehen. Es sollte die Räume knapp 13 Jahre bewohnen bis zur Abdankung Ludwigs I. im März 1848.

Lesen Sie dazu auch:

König Ludwig I. – Kunstliebhaber und großer Baumeister“

Die erste Frage

Welcher berühmte florentinische Palast diente als wichtiges Vorbild für die Fassade des Königsbaus?  

So können Sie mitspielen

Unser Bayern-Rätsel erscheint von jetzt an acht Wochen lang – jeden Samstag. Die Antworten müssen jeweils bis Freitag der darauf folgenden Woche (Datum des Poststempels) eingegangen sein. Wer bei allen acht Fragen mitmacht, hat auch acht Gewinnchancen.

Mitspielen auf dem Postweg: Bitte schicken Sie die jeweiligen Antworten auf einer Postkarte an den

Münchner Merkur

„Bayern-Rätsel“

81007 München

Mitspielen per Online-Formular: Sie können hier unten auf der Seite direkt das Gewinnspiel-Formular ausfüllen.

Die Teilnahmefrist für die erste Frage des Bayernrätsels 2018 endet am Freitag, 16. März 2018, 24  Uhr.

Es gibt tolle Preise zu gewinnen 

Mitmachen kann jeder – ausgenommen die Mitarbeiter des Münchner Zeitungsverlag, des Zeitungsverlags Oberbayern, des bayerischen Finanzministeriums und der Schlösserverwaltung.

Schirmherr ist Dr. Markus Söder.  Hier geht‘s zum Grußwort.

Lösung

Die Lösungen werden jeweils in der Folgewoche in der Zeitung und auf Merkur.de veröffentlicht.

Die Abstimmung ist beendet.
Vielen Dank für Ihr Interesse! Besuchen Sie unsere Seite gerne wieder.

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