Bei eskaliertem Streit im Mai 2016

37-Jährige mit Kleid erwürgt: Ehemann gibt die Tat zu

Regensburg - In einem eskalierten Streit erdrosselte ein 46-Jähriger seine Ehefrau. Das gab er zum Prozessauftakt vor dem Landgericht in Regensburg zu. 

Ein 46 Jahre alter Mann hat vor dem Landgericht Regensburg zugegeben, seine Ehefrau mit einem Kleid erdrosselt zu haben. Der Verteidiger des Angeklagten gab am Donnerstag zum Prozessauftakt eine entsprechende Erklärung ab. In der Nacht zum 28. Mai 2016 habe der Angeklagte in einer hochemotionalen Atmosphäre und in einem eskalierenden Streit die Tat begangen, erklärte der Rechtsanwalt im Namen seines Mandanten. Dieser muss sich wegen Totschlags verantworten.

Vater des Opfers: Kein Hass für den Täter

Eine weitere Erklärung zum Verlauf der Ehe und der Tat will die Verteidigung erst im späteren Prozessverlauf abgeben. Der Vater des Opfers forderte am Rande der Verhandlung eine gerechte Strafe „für die hässliche Tat“. „Ich empfinde aber keinen Hass für den Täter“, sagte der 70-Jährige, der als Nebenkläger auftritt. Ihm gehe es auch um die beiden neun und elf Jahre alten Enkel, die seit der Tat bei ihm leben.

Urteil wird Ende März erwartet

Polizisten hatten die Tote Ende Mai in einem Reihenhaus im Regensburger Norden entdeckt. Zuvor war der Ehemann verletzt in einem Krankenhaus erschienen und hatte dem Personal mitgeteilt, seine Frau liege tot in der gemeinsamen Wohnung.

Für den Prozess sind insgesamt zehn Verhandlungstage angesetzt. Es sind zahlreiche Zeugen und drei Sachverständige geladen. Das Urteil wird Ende März erwartet.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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