Gefährliches Virus

37 Menschen in Bayern wurden 2016 mit Zika infiziert

München - Mindestens 37 Menschen aus Bayern haben sich in diesem Jahr mit dem Zika-Virus infiziert.

Allein 20 Fälle stammen aus dem August und September, wie Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) bekanntgab. „Mögliche Erklärungen für diese Entwicklung sind die höhere Zahl an Reiserückkehrern aus Risikogebieten und die zunehmende Anzahl an Laboren, die die Diagnostik vornehmen können.“

Alle Fälle in Bayern betreffen Personen, die sich in einem bekannten Risikogebiet aufgehalten haben - in 36 der 37 Fälle ist das Süd- oder Mittelamerika. „Bisher ist keine Übertragung innerhalb Bayerns bekannt - weder durch Mückenstiche noch durch sexuelle Kontakte“, sagte Huml. Die Zahl der Infizierten könnte noch höher liegen: Erst seit dem 1. Mai gibt es eine Meldepflicht für die Virus-Erkrankung.

Bei den meisten Menschen löst Zika eher milde Symptome aus - allerdings kann eine Infektion für Schwangere gravierende Folgen haben. Es gilt als erwiesen, dass Zika Fehlbildungen bei Ungeborenen verursachen kann, wenn sich die Schwangere infiziert.

Das Zika-Virus wurde erstmals vor etwa 70 Jahren entdeckt und hat sich in vielen tropischen und subtropischen Ländern ausgebreitet. Das Virus wird meist von bestimmten Mücken übertragen - eine sexuelle Übertragung ist ebenfalls möglich. Das Gesundheitsministerium rät daher für einen Zeitraum von sechs Monaten nach einer Reise in ein Risikogebiet zu geschütztem Geschlechtsverkehr.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Seniorin stiehlt: 82-Jährige als Ladendiebin unterwegs
Eine 82-Jährige hat wegen Ladendiebstahls in Bamberg die Polizei auf den Plan gerufen.
Seniorin stiehlt: 82-Jährige als Ladendiebin unterwegs
Fußgänger wird von Auto erfasst und lebensgefährlich verletzt
Ein 37 Jahre alter Fußgänger ist in der Nacht zu Samstag bei Bad Kissingen von einem Auto erfasst und lebensgefährlich verletzt worden.
Fußgänger wird von Auto erfasst und lebensgefährlich verletzt
Umweltminister wollen Klarheit im Umgang mit dem Wolf
Die Umweltminister der Länder fordern vom Bund eine einheitliche Linie, wie künftig mit Problemwölfen umgegangen werden soll. Bei der Weidehaltung stärken die Minister …
Umweltminister wollen Klarheit im Umgang mit dem Wolf
„Rudi ist spritze“: Die Reaktionen auf den Gaffer-Song des Feuerwehrmanns
Er spritzte einen Gaffer mit dem Feuerwehrschlauch nass. Rudi H. ist seit dem für viele ein Held. Jetzt hat er ein Lied darüber gesungen, das mehr als gut ankommt.
„Rudi ist spritze“: Die Reaktionen auf den Gaffer-Song des Feuerwehrmanns

Kommentare