Eine imposante Erscheinung: Die Residenz des früheren Fürststifts Kempten.
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Eine imposante Erscheinung: Die Residenz des früheren Fürststifts Kempten.

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40. Bayern-Rätsel: Die dritte Frage

40. Bayernrätsels des Münchner Merkur gemeinsam mit der Bayerischen Schlösserverwaltung: Bei der dritten Frage geht es um die Residenz Kempten.

Die Residenz des früheren Fürststifts Kempten ist eine imposante Erscheinung. Der monumentale Klosterkomplex entstand bald nach dem Dreißigjährigen Krieg, der das Stift schwer in Mitleidenschaft gezogen hatte. Als Baumeister des ambitionierten Neubauprojekts war zunächst der aus dem Vorarlberg stammende Michael Beer tätig. 1654 löste ihn der Graubündener Johann Serro ab. In jenen Jahren entstand auch die eindrucksvolle Stifts- und Pfarrkirche St. Lorenz, die auf einer Anhöhe neben der Residenz thront und mit dieser über einen Sakristeianbau verbunden ist.

Residenz Kempten – ein monumentaler Klosterkomplex im Allgäu

Die Wohnräume des Fürstabtes im Südflügel der Residenz werden heute von der Bayerischen Schlösserverwaltung betreut. Ihre prunkvolle Ausstattung erfolgte von 1732 bis 1742 unter dem kunstverständigen Anselm von Reichlin-Meldegg. Der Fürstabt scheute bei dieser Unternehmung weder Geld noch Mühen. Zu den beteiligten Künstlern zählten der in Venedig und Rom ausgebildete Maler Franz Georg Hermann als künstlerischer Leiter, der Münchner Hofbildhauer Aegid Verhelst und der Stuckator Johann Georg Üblher. Die Abfolge der Räume entspricht dem im 18. Jahrhundert für Appartements von Regenten gängigen Schema: Festsaal – Vorzimmer – Audienzzimmer – Wohnzimmer – Schlafzimmer. Es fehlt lediglich das üblicherweise an das Schlafzimmer angrenzende Kabinett, an dessen Stelle sich in Kempten die Hofkanzlei befindet.

Verschwenderische Pracht ist bei der Ausstattung der Prunkräume der Residenz Kempten zu sehen: Der Festsaal.

1732 bis 1735 arbeitete das Künstlerteam an den eigentlichen Wohnräumen. So erklärt sich deren Erscheinungsbild im späten Régencestil. 1740 bis 1742 folgte dann als Krönung die Ausstattung des Festsaals, wohl nach Entwurf von Dominikus Zimmermann. Der über fünf Fensterachsen und zwei Geschosse reichende Rechtecksaal erhält etwas rhythmisch Schwungvolles durch ein subtiles architektonisches Gliederungssystem und ist mit aufwändigen, vielfigurigen Stuckkompositionen Johann Georg Üblhers ausgestattet. Das gesamte Tonnengewölbe wird von einem imposanten Deckenbild Franz Georg Hermanns überzogen, das die Verherrlichung des Fürststifts zum Thema hat. Geschichte, Größe und Rang des ehrwürdigen Benediktinerstifts, dessen Gründung auf das 8. Jahrhundert nach Christus zurückgeht, werden auf diese Weise eindrücklich veranschaulicht.

Die verschwenderische Pracht der Ausstattung machen die Prunkräume der Residenz Kempten zu einer der bedeutendsten Raumabfolgen des süddeutschen Rokokos. Das unverwechselbar Besondere der fürstäbtlichen Zimmer liegt zum einen in der
sehenswerten Kombination sakraler Architektur- und Dekorationselemente innerhalb fürstlicher Wohnräume, zum anderen in ihrer kräftigen, warmen Farbigkeit, die den Eindruck von Wohnlichkeit, Behaglichkeit und Heiterkeit erweckt. Noch heute spürt man beim Besuch des Ortes den erlesenen Kunstsinn der Kemptener Fürstäbte, die hier residierten.

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Die dritte Frage

Wie lautet der Name des Fürstabts, der Kirche und Residenzgebäude nach dem Dreißigjährigen Krieg neu errichten ließ?

Das war die richtige Lösung der 2. Frage

Frage: Aus welchem Königreich stammte Hedwig, die Braut der Landshuter Hochzeit, ursprünglich?

Antwort: Aus der polnischen Königsfamilie der Jagiellonen / Königreich Polen (mit Großfürstentum Litauen)

Hinweis: Auf der Webseite der Schlösserverwaltung zu Burghausen. 

So können Sie mitspielen

Unser Bayernrätsel erscheint von jetzt an acht Wochen lang – jeden Freitag. Die Antworten müssen jeweils bis Donnerstag der darauf folgenden Woche (Datum des Poststempels) eingegangen sein. Wer bei allen acht Fragen mitmacht, hat auch acht Gewinnchancen.

Per Post, per Telefon oder per Online-Formular: Drei Wege zum Mitspielen

Mitspielen auf dem Postweg:

Bitte schicken Sie die jeweiligen Antworten auf einer Postkarte an den

Münchner Merkur

„Bayern-Rätsel“

81007 München

Mitspielen per Telefon:

Per Telefon können Sie mitspielen unter 0 13 78/80 66 33 Telemedia interactive GmbH (0,50 Euro pro Anruf aus dem dt. Festnetz, Mobilfunk teurer; Datenschutzinformation unter datenschutz.tmia.de). Oder per SMS an: 32223 mit dem Text: MMBAYERN + Lösung + Name und Adresse, Telemedia interactive GmbH; 50 Cent/SMS, inkl. SMS-Kosten.

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Die Teilnahmefrist für die dritte Frage des Bayernrätsels 2021 endet am Donnerstag, 01. April 2021, 18 Uhr.

Es gibt über 140 attraktive Preise zu gewinnen

Mitmachen kann jeder – ausgenommen die Mitarbeiter der Merkur tz Redaktions GmbH, des Zeitungsverlags Oberbayern, des bayerischen Finanzministeriums und der Schlösserverwaltung.

Schirmherr ist Staatsminister Albert FürackerHier geht es zum Grußwort.

Lösung

Die Lösungen werden jeweils in der Folgewoche in der Zeitung und auf Merkur.de veröffentlicht.

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