Das Künstlerhaus Gasteiger.
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Das Künstlerhaus Gasteiger.

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40. Bayern-Rätsel: Die vierte Frage

40. Bayernrätsels des Münchner Merkur gemeinsam mit der Bayerischen Schlösserverwaltung: Bei der vierten Frage geht es um das Künstlerhaus Gasteiger in Holzhausen am Ammersee.

Auf an den Ammersee! Schon zu Beginn des 20. Jahrhunderts ließen sich die Malerin Anna Sophie Gasteiger (1877-1954) und ihr Ehemann, der Bildhauer Mathias Gasteiger (1871–1934), am Westufer des Ammersees nieder. 1902 hatte das Künstlerpaar ein Ufergrundstück in Holzhausen erworben und in den nachfolgenden Jahren mit der Errichtung eines kleinen Landhauses begonnen. Das Haus und der große Wiesengrund sollten zum Sommersitz der jungen Familie werden.

Zweifellos hatte das Künstlerpaar gehofft, der Enge der Münchner Wohnung zu fliehen und der Tochter eine unbeschwerte Kindheit auf dem Lande zu ermöglichen. Es hoffte aber auch, aus der Idylle am See künstlerische Inspiration und Energie zu schöpfen. Und tatsächlich – schon bald kam es zum Austausch mit den Künstlern vor Ort. Auch andere Münchner Kunstschaffende hatten ihren Sommersitz nach Holzhausen verlegt. Das Dorf war mit der Bahn recht gut zu erreichen. In München nahm man den Zug nach Buchloe oder Memmingen, stieg in Türkenfeld aus, ging von dort bis nach Holzhausen zu Fuß oder nahm das Fahrrad.

Das Künstlerhaus Gasteiger – ein verborgenes Paradies am Ammersee

1908 war das Künstlerhaus einzugsbereit. Die Pläne dafür hatte der Bildhauer Mathias Gasteiger entworfen. In den nachfolgenden Jahren ließ er es zu den Seiten um einen Salon und eine Küche erweitern. Außerdem entstand ein helles Atelier, das mittels großer Fenster optimale Lichtverhältnisse bei der Arbeit bot. Der Raum war nicht allzu groß und eignete sich vor allem für Anna Sophie. Sie brauchte nur aus dem Fenster zu schauen, um Motive für ihre Landschaftsbilder und Blumenstillleben zu finden. Sie hatte den Garten mit seinen Beeten und Brunnen angelegt. Bisweilen stellte sie die Staffelei in eines der Blumenbeete, fing die Formen und Farben der Blumen in unmittelbarer Nähe auf und übertrug sie mit dem Pinsel auf die Leinwand. Auf diese Weise entstanden zahlreiche Blumenstillleben, für die sie bekannt wurde und vor allem nach 1920 auf eine große Käuferschaft stieß.

Der Jugendstilsalon im Künstlerhaus Gasteiger.

Den Gemälden Anna Sophie Gasteigers ist es zu verdanken, dass das Künstlerhaus und sein Garten heute genauso aussehen wie zu Lebzeiten des Künstlerpaares. Anhand der Blumenstillleben und einiger Porträts des Künstlerhauses konnte die Bayerische Schlösserverwaltung die ursprüngliche Gestaltung des Gartens in den späten 1980er Jahren rekonstruieren. Außerdem ließen die Gemälde Rückschlüsse

auf Pflanzenarten und -sorten des Gartens zu. Aber nicht nur der Garten hat seine einstige Pracht wiedererlangt. Auch die Räume des Künstlerhauses konnten anhand historischer Aufnahmen originalgetreu rekonstruiert und möbliert werden. Das gilt für den Jugendstilsalon ebenso wie für das elegant eingerichtete Badezimmer oder die Bauernstube. Darüber hinaus kann der heutige Besucher zahlreiche Werke des Künstlerpaares bestaunen. Einige historische Aufnahmen erlauben darüber hinaus Einblicke in das vielfältige Schaffen des Paares. Heute kann die ehemalige Bauernstube für standesamtliche Trauungen gemietet werden.

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Die vierte Frage

In diesem Jahr jährt sich der Geburtstag des Bildhauers Mathias Gasteiger zum 150. Mal (24. Juni). In der Münchner Innenstadt unweit des Karlstores in der Neuhauser Straße begegnet man einer von ihm erstellten bekanntesten Brunnenfigur – Um welche Figur handelt es sich?

Neuhauser- statt Kaufingerstraße

In der 4. Frage des Bayern-Rätsels am vergangenen Samstag hat sich bedauerlicherweise ein Fehler eingeschlichen: Die gesuchte Gasteiger-Brunnenfigur steht in München nicht in der Kaufinger-, sondern in der Neuhauser Straße. Anfragen unserer aufmerksamen Leserinnen und Leser zeigen aber: Unsere Mitspieler sind bei der Antwort trotzdem auf dem richtigen Weg. Wir bitten um Entschuldigung.

Das war die richtige Lösung der dritten Frage:

Frage: Wie lautet der Name des Fürstabts, der Kirche und Residenzgebäude nach dem Dreißigjährigen Krieg neu errichten ließ? 

Antwort: Fürstabt Roman Giel von Gielsberg 

Hinweis: Auf der Webseite der Schlösserverwaltung (zu Kempten). 

So können Sie mitspielen

Unser Bayernrätsel erscheint von jetzt an acht Wochen lang – jeden Freitag. Die Antworten müssen jeweils bis Donnerstag der darauf folgenden Woche (Datum des Poststempels) eingegangen sein. Wer bei allen acht Fragen mitmacht, hat auch acht Gewinnchancen.

Per Post, per Telefon oder per Online-Formular: Drei Wege zum Mitspielen

Mitspielen auf dem Postweg:

Bitte schicken Sie die jeweiligen Antworten auf einer Postkarte an den

Münchner Merkur

„Bayern-Rätsel“

81007 München

Mitspielen per Telefon:

Per Telefon können Sie mitspielen unter 0 13 78/80 66 33 Telemedia interactive GmbH (0,50 Euro pro Anruf aus dem dt. Festnetz, Mobilfunk teurer; Datenschutzinformation unter datenschutz.tmia.de). Oder per SMS an: 32223 mit dem Text: MMBAYERN + Lösung + Name und Adresse, Telemedia interactive GmbH; 50 Cent/SMS, inkl. SMS-Kosten.

Mitspielen per Online-Formular:

Klicken Sie hier, um das Gewinnspiel-Formular auszufüllen.

Die Teilnahmefrist für die vierte Frage des Bayernrätsels 2021 endet am Donnerstag, 08. April 2021, 18 Uhr.

Es gibt über 140 attraktive Preise zu gewinnen

Mitmachen kann jeder – ausgenommen die Mitarbeiter der Merkur tz Redaktions GmbH, des Zeitungsverlags Oberbayern, des bayerischen Finanzministeriums und der Schlösserverwaltung.

Schirmherr ist Staatsminister Albert FürackerHier geht es zum Grußwort.

Lösung

Die Lösungen werden jeweils in der Folgewoche in der Zeitung und auf Merkur.de veröffentlicht.

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