Die Burg von Burghausen.
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Die Burg von Burghausen.

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40. Bayern-Rätsel: Die zweite Frage

40. Bayernrätsels des Münchner Merkur gemeinsam mit der Bayerischen Schlösserverwaltung: Bei der zweiten Frage geht es um die Burg von Burghausen

Die Burg Burghausen war eine Zweitresidenz der in Landshut residierenden Herzöge von Niederbayern. Seit der Herrschaft Heinrichs des Reichen (reg. 1393–1450), des ersten der so genannten Reichen Herzöge, erfüllte die Burg bis zum Landshuter Erbfolgekrieg in den Jahren 1504 und 1505 die Funktion eines ständigen und massiv befestigten Familienwohnsitzes. 

 Burg Burghausen – eine der längsten Burganlagen der Welt 

Die sich heute in der Obhut der Bayerischen Schlösserverwaltung befindende Burg ist mit mehr als 1.000 Metern eine der längsten Burganlagen der Welt. Sie erstreckt sich auf einem schmalen Bergrücken malerisch über der Stadt Burghausen. Mit ihren turmbewehrten Mauern, ihren Gräben und Zugbrücken, den mächtigen Wohn- und Wirtschaftsgebäuden ist sie noch heute ein großartiges Denkmal mittelalterlicher Bau- und Befestigungskunst.

Die Burg von Burghausen aus der Vogelperspektive.

Die Anlage setzt sich aus fünf Vorhöfen zusammen, die jeweils für sich eine eigene kleine Burganlage bilden. Neben Wirtschafts- und Wohnbauten für Beamte und Handwerker gibt es ein Zeughaus, Stallungen, Brunnen, eine Pferdeschwemme und die äußere Burgkapelle, die heute nach ihrer Stifterin als Hedwigskapelle bezeichnet wird. Den Kern bildet die Hauptburg. Um ihren Hof gruppieren sich der hoch aufragende Palas, die innere Burgkapelle, Dürnitz- und Kemenatenbau sowie das ehemalige Schatzgewölbe.

Auf der Burg lebten vornehmlich die Gemahlinnen der Landshuter Herzöge mit ihrem Hofstaat

Im 15. Jahrhundert lebten auf der Burg vornehmlich die Gemahlinnen der Landshuter Herzöge: Margarete (1395-1447), Amalie (1436-1501) und zuletzt Hedwig (14571502), die auf der bis heute berühmten Landshuter Hochzeit Herzog Georg den Reichen (reg. 1479-1503) heiratete. Die Gemahlinnen verfügten jeweils über einen großen Hofstaat zur Verwaltung und nicht zuletzt zur angemessenen höfischen Belebung der Burg. Zu den höfischen Vergnügungen zählten unter anderem Feste im Tanzhaus, das Lustwandeln im Garten, Jagden und Turniere. Zum Hofstaat Hedwigs gehörten neben dem Hofmeister Hans Ebran von Wildenberg auch 21 Edelfräulein, zahlreiche Hofbedienstete, ein Hofnarr und ein Hofzwerg. Hedwig selbst dürfte in Anwesenheit ihres Gemahls das Geschoss über den herzoglichen Räumen bewohnt haben sowie zusammen mit ihrem Hofstaat den gegenüberliegenden Kemenatenbau.

Die Hedwigskapelle in der Burg Burghausen.

Heute lädt auf der Burg das staatliche Burgmuseum im Palas zum Besuch ein. Im Hauptgeschoss des Fürstenbaus (Palas) sind die mittelalterlichen Wohnräume der niederbayerischen Herzöge zu besichtigen. Mächtige Balkendecken und die Ausstattung mit Möbeln, Waffen, Bildteppichen, Gemälden und Skulpturen bieten eine Annäherung an die Wohnkultur des späten Mittelalters.

Im zweiten Obergeschoss zeigt die Zweiggalerie der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen spätgotische Gemälde des 15. und 16. Jahrhunderts aus dem süddeutschen bzw. bayerischen und dem benachbarten österreichischen Raum. Im dritten Obergeschoss sind sechs monumentale Gemälde aus einem bedeutenden Zyklus zur Geschichte der bayerischen Herzöge ausgestellt, den der Maler Hans Werl nach 1600 für den Alten Herkulessaal der Münchner Residenz schuf.

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Die 2. Frage

Aus welchem Königreich stammte Hedwig, die Braut der Landshuter Hochzeit, ursprünglich?

Das war die richtige Antwort zur 1. Frage

Frage: Welcher bedeutende Maler der Spätgotik ist der Schöpfer der Tafelgemälde der drei Altäre der Schlosskapelle Blutenburg?

Antwort: Der in Polen geborene, in München zu Ruhm gelangte Maler Jan Polack.

Hinweis: Auf Seite 144 im Schlösserland. 

So können Sie mitspielen

Unser Bayernrätsel erscheint von jetzt an acht Wochen lang – jeden Freitag. Die Antworten müssen jeweils bis Donnerstag der darauf folgenden Woche (Datum des Poststempels) eingegangen sein. Wer bei allen acht Fragen mitmacht, hat auch acht Gewinnchancen.

Mitspielen auf dem Postweg: Bitte schicken Sie die jeweiligen Antworten auf einer Postkarte an den

Münchner Merkur

„Bayern-Rätsel“

81007 München

Die Teilnahmefrist für die zweite Frage des Bayernrätsels 2021 endet am Donnerstag, 25. März, 18 Uhr.

Es gibt über 140 attraktive Preise zu gewinnen

Mitmachen kann jeder – ausgenommen die Mitarbeiter der Merkur tz Redaktions GmbH, des Zeitungsverlags Oberbayern, des bayerischen Finanzministeriums und der Schlösserverwaltung.

Schirmherr ist Staatsminister Albert FürackerHier geht es zum Grußwort.

Lösung

Die Lösungen werden jeweils in der Folgewoche in der Zeitung und auf Merkur.de veröffentlicht.

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