Die Blutenburg in München ist ein Kleinod der Spätgotik.
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Die Blutenburg in München ist ein Kleinod der Spätgotik.

Auftakt zu unserem 40. Bayern-Rätsel

Ab heute acht Wochen lang Rate-Spaß – Beim Jubiläums-Gewinnspiel dreht sich alles um die Kleinode

Auftakt für das Bayern-Rätsel 2021: Bei der ersten Frage unseres diesjährigen Gewinnspiels geht es um Schloss Blutenburg in München.

Schloss Blutenburg, der spätgotische Herrensitz der bayerischen Herzöge Albrecht III. und Sigismund aus dem Haus Wittelsbach, ist heute als Sitz der Internationalen Jugendbibliothek kultureller Anziehungspunkt. Berühmt ist die Blutenburg aber vor allem für ihre Schlosskapelle: ein einzigartiges Kleinod spätgotischer Kunst und Architektur und damit ein ganz besonderes Kulturerbe in Obhut der Bayerischen Schlösserverwaltung.

Die Blutenburg – Kleinod der Spätgotik im Schlösserland Bayern 

Herzog Albrecht III. von Bayern-München (reg. 1438-60) hatte als Erbprinz um 1430 die kleine, etwa 10 Kilometer von seiner Residenz im Alten Hof in München entfernt gelegene Burg erworben. Damals stand schon das heutige Herrenhaus, umgeben von vier Türmen und einem Wassergraben. Albrecht ließ die 1432 erstmals als „Pluedenburg“ bezeichnete Wasserburg mit Wehrmauer, Torturm, Pfortenbau und Ökonomiegebäude zu einem Land- und Jagdsitz ausbauen. Hier lebte er zeitweise mit der Augsburger Baderstochter Agnes Bernauer, die er 1428 kennengelernt und 1432 heimlich geheiratet hatte. Die nicht standesgemäße Ehe fand ihr gewaltsames Ende, als die schöne Bernauerin 1435 auf Betreiben von Albrechts Vater Herzog Ernst wegen Zauberei verurteilt und in Straubing in der Donau ertränkt wurde, ein Schicksal, das noch heute in Straubing in einem Festspiel zur Aufführung kommt.

Ihren Glanzpunkt verdankt die Blutenburg Herzog Sigismund

Ihren Glanzpunkt verdankt die Blutenburg Albrechts Sohn, Herzog Sigismund (reg. 1460-67). 1467 hatte dieser zugunsten seines Bruders auf die Mitregierung verzichtet und sich nach Schloss Blutenburg zurückgezogen, wo er fortan lebte und 1501 starb. Der kunstsinnige Herzog hatte bereits 1468 den gotischen Neubau der Frauenkirche in München initiiert. 1488-97 ließ er in der Blutenburg die Schlosskapelle errichten, die mit ihrer künstlerischen Ausstattung ein einzigartiges Ensemble der bayerischen Spätgotik von höchstem künstlerischen Niveau darstellt. Bis heute stehen in dem intimen Gotteshaus unter gotischem Netzgewölbe die drei originalen Altäre mit ihren Tafelgemälden auf Goldgrund. Blickpunkt im Zentrum ist der Hochaltar mit der Darstellung der Heiligen Dreifaltigkeit, der die Kapelle geweiht ist. Bedeutend sind auch der geschnitzte Figurenzyklus mit der Blutenburger Madonna, Christus und den zwölf Aposteln des sogenannten Blutenburger Meisters und die Glasfenster mit Passionsszenen. Wappen, als Glasfenster und gemalt an der Kirchenfassade, führen die vornehme Ahnenreihe der Herzöge vor Augen.  

Schloss Blutenburg ist heute Sitz der Internationalen Jugendbibliothek.

Seit dem späten 16. Jahrhundert verloren die Fürsten das Interesse an der Blutenburg. Erst unter Kurfürst Max Emanuel erhielt sie noch einmal Aufmerksamkeit. Er übertrug die Hofmark Menzing seiner Gemahlin Therese Kunigunde, Tochter des polnischen Königs Johann III. Sobieski. Sie ließ die Blutenburg nach ihrer Rückkehr aus dem Exil in Venedig 1715 instandsetzen und nutzte sie als fürstliche Residenz, wenn der Hof den Sommer in Schloss Nymphenburg verbrachte. Und noch eine dritte Dame ist im Zusammenhang mit Schloss Blutenburg zu erwähnen. Am 12. Februar 1848 nächtigte hier Lola Montez, die vorgeblich „spanische“ Tänzerin und Affäre König Ludwigs I., bevor sie Bayern für immer verlassen musste.

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40. Bayernrätsel: Die erste Frage

Welcher bedeutende Maler der Spätgotik ist der Schöpfer der Tafelgemälde der drei Altäre der Schlosskapelle Blutenburg?

So können Sie mitspielen

Unser Bayernrätsel erscheint von jetzt an acht Wochen lang – jeden Freitag. Die Antworten müssen jeweils bis Donnerstag der darauf folgenden Woche (Datum des Poststempels) eingegangen sein. Wer bei allen acht Fragen mitmacht, hat auch acht Gewinnchancen.

Mitspielen auf dem Postweg: Bitte schicken Sie die jeweiligen Antworten auf einer Postkarte an den

Münchner Merkur

„Bayern-Rätsel“

81007 München

Die Teilnahmefrist für die erste Frage des Bayernrätsels 2021 endet am Donnerstag, 18. März, 18 Uhr.

Es gibt über 140 attraktive Preise zu gewinnen

Mitmachen kann jeder – ausgenommen die Mitarbeiter der Merkur tz Redaktions GmbH, des Zeitungsverlags Oberbayern, des bayerischen Finanzministeriums und der Schlösserverwaltung.

Schirmherr ist Staatsminister Albert FürackerHier geht es zum Grußwort.

Lösung

Die Lösungen werden jeweils in der Folgewoche in der Zeitung und auf Merkur.de veröffentlicht.

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