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Seit 55 Jahren impft man in Bayern gegen Polio.

Gefährliche Kinderlähmung

55 Jahre Polio-Impfung: Der Kampf geht weiter

München - Jubiläum für die Polio-Impfung. Vor 55 Jahren nahm Bayern als erstes deutsches Bundesland den Kampf gegen die Kinderlähmung auf. Noch gibt es Krankheitsfälle.

Kleine Impfung, große Wirkung: Vor 55 Jahren, am 5. Februar 1962, nahm Bayern den Kampf gegen die Kinderlähmung (Polio) auf - als erstes deutsches Bundesland. Mehr als ein halbes Jahrhundert später sagt Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) dazu: „Mit Einführung der Polio-Schluckimpfung begann in Bayern eine Erfolgsgeschichte im Kampf gegen die Virus-Erkrankung“.

Wie das Gesundheitsministerium in München mitteilte, seien in Bayern schon 1962 nur noch 61 Menschen an Kinderlähmung erkrankt, ein Jahr zuvor habe es noch 460 Fälle gegeben. Der letzte Fall eines Polio-Wildvirus in Deutschland stamme aus dem Jahr 1990. Gesundheitsministerin Huml sagt: „Heute sind in Bayern mehr als 95 Prozent der Schulanfänger gegen Kinderlähmung geimpft.“

Die Impfungen waren kostenlos und auf freiwilliger Basis für Menschen von 6 Monaten (später 3 Monaten) bis 40 Jahren sowie deren Kontaktpersonen. Die Impfungen durch die Gesundheitsämter fanden meist in Kindergärten und Schulen statt.

Polio ist eine Virus-Erkrankung, die zu dauerhaften Lähmungen führen kann - in schlimmen Fällen sogar zum Tod. Wie das Gesundheitsministerium mitteilt, wurden 2016 weltweit noch 37 Wildvirus-Poliofälle gemeldet - vorwiegend in Pakistan und Afghanistan, zuletzt auch in Afrika.

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