Mann (72) droht: Schüsse bei Zwangsräumung

Regensburg - Ein 72-Jähriger hat gedroht, sich und andere Menschen zu erschießen, sollte sein Haus nahe Regensburg zwangsgeräumt werden. Das Drama ging aber glimpflich aus.

Spezialeinsatzkräfte der Polizei umstellten am Dienstag das Grundstück. Am Abend ließ sich der Mann widerstandslos und unverletzt festnehmen, wie die Polizei mitteilte. Er besaß rechtmäßig fünf Schusswaffen. Der 72-Jährige kam in eine geschlossene therapeutische Einrichtung.

Eine Mitarbeiterin des Landratsamtes Regensburg wollte den Mann, der im südlichen Landkreis Regensburg wohnt, am Mittag auf die bevorstehende Räumung seines Hauses vorbereiten. Doch die Situation eskalierte und der 72-Jährige drohte, jeden, der sich seinem Haus nähert und sich selbst zu erschießen.

Etwa 45 Einsatzkräfte waren an der anschließenden Aktion beteiligt. Bei der Durchsuchung des Hauses fanden die Beamten eine Pistole und etwa 4700 Schuss Munition. Bei Angehörigen des Mannes stellten die Polizisten zudem einen Revolver und eine Vorderladerpistole sowie sechs Gewehre sicher. Zwei davon waren Deko-Waffen.

Vor zwei Wochen hatte in Karlsruhe bei der Zwangsräumung einer Wohnung ein Mann seine Lebensgefährtin, einen Gerichtsvollzieher, einen Schlosser und den neuen Wohnungsbesitzer erschossen. Anschließend tötete er sich selbst.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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