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Der aus Oberbayern stammende Pater Sebastian Obermaier, der in Bolivien 72 Kirchen gebaut hat, ist tot.

Herzstillstand

72 Kirchen in Bolivien gebaut: Pater Sebastian Obermaier gestorben

La Paz/Rosenheim - Der aus Oberbayern stammende Pater Sebastian Obermaier, der in Bolivien 72 Kirchen gebaut hat, ist tot.

Er sei am Dienstag im Alter von 81 Jahren an einem Herzstillstand in der Wohnung seiner Gemeinde gestorben, berichtete das Portal „La Razón“. „Pater Sebastian war ein Gigant für die katholische Kirche in Bolivien“, sagte der frühere Erzbischof von El Alto, Jesús Juárez, dem Radiosender Fides. Obermaier wurde in Rosenheim geboren und landete nach Missionsjahren in Venezuela 1978 im bolivianischen El Alto.

Als der Diözesan-Pfarrer ankam, gab es in der bei La Paz, auf 4100 Meter gelegenen Stadt knapp 80 000 Einwohner. Dann zogen immer mehr indigene, mittellose Bürger dorthin. Die Stadt ist heute größer als La Paz, knapp 900 000 Menschen leben in El Alto. Hier befindet sich auch der internationale Flughafen.

Bereits im Landeanflug sieht man zahlreiche Kirchen, die Obermaier mitplante: Kirchen mit Zwiebeltürmen und Zwillingstürme, die an die Frauenkirche in München erinnern. In der Pfarre stapelten sich viele Bauzeichnungen. „Ich habe auch 34 Schulen gegründet“, sagte er der Deutschen Presse-Agentur noch bei einem Treffen im vergangenen Februar. Schon damals war er dabei, seine Arbeit in die Hände des Verwalters seiner Gemeinde Cuerpo de Cristo zu übergeben.

Sorge machte dem konservativen Missionar das Erstarken der Sekten. Er lernte die indigene Aymara-Sprache und als Bayer ließ er sich nicht nehmen, in jüngeren Jahren viele der Anden-Berge zu besteigen. Auch das Jodeln verlernte Obermaier nie.

dpa

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