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Die Retter konnten nicht mehr helfen: Am Donnerstag entdeckte ein Suchtrupp der Bergrettung Auffach am Tiroler Gradlspitz die Leiche einer 73-jährigen Frau aus Hofstetten (Kreis Landsberg).

Touristin verunglückt in Tirol

73-Jährige stürzt beim Wandern in den Tod

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Hofstetten/Tirol - Seit 30 Jahren fuhr sie zur Erholung in die Tiroler Berge – jetzt endete ein Wanderausflug in der Wildschönau für eine 73-jährige Frau aus Hofstetten im Landkreis Landsberg tödlich. Offenbar war sie auf einem Schneefeld ausgerutscht.

Nach einigen Tagen wurde die Vermieterin skeptisch. Das Auto der Touristin aus Hofstetten im Landkreis Landsberg stand unberührt vor dem Ferienhaus. Aber von der 73-jährigen Frau fehlte jede Spur. Ungewöhnlich für die Dame, die seit 30 Jahren immer wieder in dem kleinen Kirchdorf Thierbach zu Besuch war. „Hier kennt jeder jeden“, sagt ein Sprecher der Polizeiinspektion Kufstein über das Dorf in der Tiroler Gemeinde Wildschönau, das nur aus einigen Wohn- und Bauernhäusern, einer Pfarrkirche und einer Volksschule mit 16 Schülern besteht. Da fällt es auf, wenn jemand von der Bildfläche verschwindet. Seit Tagen hatte die Vermieterin die ältere Damen nicht mehr gesehen. Am Donnerstagmorgen wurden die Sorgen zu groß – und sie rief die Polizei.

Die Touristin ist offenbar schon am Dienstag bei einer Wanderung im Schnee ausgerutscht und in die Tiefe gestürzt. Einer ihrer Wanderstöcke lag noch auf dem 60 Meter höher gelegenen Fußweg.

Die Beamten schickten eine Streife aus Wörgl in den Ort auf 1150 Metern Höhe. Doch die Ermittlungen im Umkreis des kleinen Kirchdorfs blieben ohne Ergebnis. Deshalb startete mit Hilfe der Bergrettung Auffach noch am Nachmittag eine Suchaktion, an der rund 40 Personen und zwei Personenspürhunde beteiligt waren. „Nicht weit von der Ferienwohnung geht es gleich ins alpine Gelände“, sagt der Polizeisprecher. Ein beliebter Ort zum Wandern. An einem Fußweg von der Holzalm zum Hösljoch unterhalb des Gradlspitz – etwa eine halbe Gehstunde von der Ferienwohnung entfernt – dann der grausame Fund: Um 15.25 Uhr entdeckten zwei Helfer der Bergrettung eine leblose Person. Schnell war klar, dass es sich um die 73-jährige Vermisste handelt. Doch jede Hilfe kam zu spät, laut Polizei ist die Frau wohl schon am Dienstag abgestürzt.

Offenbar wurde der Touristin ein Schneefeld zum Verhängnis. Die Rinne, in der die Frau unterwegs war, liegt auf rund 1500 Metern Höhe – und zwar nordseitig. Deshalb lag dort vereinzelt noch Schnee. Die Polizei geht davon aus, dass sie auf einem Schneefeld ausrutschte und rund 60 Meter in die Tiefe stürzte. „Wir haben auf dem Wanderweg noch Fußspuren im Schnee gefunden“, sagt der Polizeisprecher. Auch einer ihrer Wanderstöcke lag noch oben in der Rinne, der zweite hingegen nur wenige Meter von der Leiche entfernt.

„Es gibt keine Anzeichen auf Fremdverschulden“, sagt der Sprecher. Die Frau sei alleine unterwegs gewesen. Sie sei auch „den Umständen entsprechend“ ausgestattet gewesen, mit Bergschuhen und Funktionskleidung. Keine Hinweise auf Leichtsinn. Alles deutet darauf hin, dass ein unglücklicher Zufall zum Tod der 73-Jährigen führte.

Den Rettern blieb nicht mehr, als den Leichnam der Frau zu bergen.

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