Im Landkreis Hof fing ein Bus auf der Autobahn Feuer.
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Im Landkreis Hof fing ein Bus auf der Autobahn Feuer.

40 Menschen in Lebensgefahr

Bus brennt auf bayerischer Autobahn - Busfahrer wird zum Helden - Erinnerungen an 2017 werden wach

40 Passagiere eines Busses schwebten auf der Autobahn A93 bei Hof in Lebensgefahr: Das Fahrzeug fing Feuer. Erinnerungen an eine Katastrophe von 2017 wurden wach.

  • Im Landkreis Hof hat am Freitagnachmittag (25. September 2020) auf der Autobahn A93 ein Bus gebrannt.
  • 40 Menschen schwebten in Lebensgefahr.
  • Der Busfahrer rettete ihnen mit seinem beherzten Handeln das Leben. Der Grund für das Feuer im Motorraum ist unklar.

München/Hof - Im Landkreis Hof hat am Freitagnachmittag (25. September 2020) auf der Autobahn A93 ein Bus gebrannt. Das Unglück ereignete sich zwischen den Regnitzlosau und Hof-Süd.

Als die Einsatzkräfte zum Unglücksort gerufen wurden, wurden bei vielen von ihnen sofort Erinnerungen an das Jahr 2017 wach: Nur 30 Kilometer entfernt auf der A9 brannte damals ebenfalls ein Bus aus - 18 Menschen verloren ihr Leben.

Brennender Bus auf der A93: Erinnerungen an schlimmes Busunglück werden wach

„Wir haben sofort alle Einsatzkräfte hierhin geschickt. In den Hintergedanken hatten wir den Busunfall von 2017“, erklärte Ralph Müller von der Verkehrspolizei Hof.

Diesmal aber ging es zum Glück glimpflich aus - was auch dem beherzten Einsatz des Busfahrers zu verdanken ist. Das Feuer „war lediglich ein Motorbrand, den der Fahrer rechtzeitig bemerkt hat“, so Müller.

Der Fahrer reagierte schnell, fuhr den Bus an den Seitenstreifen und öffnete die Tür. Alle 39 Passagiere sowie der Fahrer selbst konnten sich schnell ins Freie retten, obwohl auch ältere Passagiere darunter waren - sie blieben unverletzt.

Hof/Regnitzlosau: Busfahrer drängt die Fahrgäste, den Bus sofort zu verlassen

„Ich glaube, es hat sicherlich geholfen, dass der Busfahrer die Fahrgäste dazu gedrängt hat, den Bus sofort zu verlassen“, sagt Thomas Schaller von der Feuerwehr Rehau zu „news5.de“. Auch wurden sie dazu aufgefordert, keine Gepäckstücke mitzunehmen. Als die Einsatzkräfte ankamen, hatten sich die Passagiere schon aus dem brennenden Fahrzeug gerettet. „Da wir uns glücklicherweise um die Evakuierung der Personen nicht mehr kümmern mussten, war der Fokus auf die Brandbekämpfung“, so Schaller weiter.

Während die Feuerwehr den brennenden Bus löschte, wurden die Fahrgäste mit einem Ersatzbus eines ortsansässigen Busunternehmens abtransportiert. Die Autobahn wurde komplett gesperrt, es kam zu einem Stau. Trotz des spektakulären Brandes wiederholte sich die Tragödie zum Glück nicht. Der Innenraum des Busses war verraucht, auch wenn die Flammen nicht in diesen überschlugen.

Der Grund für das Feuer im Motorraum des Busses ist bisher noch ungeklärt. - cg

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