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Ein 23-Jähriger ist am Sonntag auf der A95 ums Lebengekommen.

A95: Warum passieren hier so viele Unfälle?

Starnberg/Münsing - Garmischer Autobahn: Experten sehen keinen Zusammenhang mit dem Zustand der Straße.

Eine Unfallserie hat sich in den vergangenen Tagen auf der Autobahn 95 im Bereich Starnberg und Münsing ereignet. Insgesamt vier Mal hat es seit Freitag gekracht – für eine 23-Jährige kam dabei jede Hilfe zu spät.

Häufige Ursache für Unfälle auf der A 95 ist Aquaplaning. „Darauf ist aber mit einer Tempobeschränkung auf 80 Stundenkilometer in den Gefahrenbereichen reagiert worden“, so Jürgen Römmler von der Feuerwehr Starnberg.

Trotzdem hat am Freitag eine junge Frau (26) ihren Arm verloren: Sie saß als Beifahrerin mit ihrer Chefin im Auto, die trotz starken Regens mit ihrem BMW X5 zu schnell auf der Autobahn unterwegs war. Nach einem riskanten Überholmanöver hatte sie die Kontrolle über das Fahrzeug verloren und war in eine Baumgruppe gerutscht.

Am Samstagnachmittag hat es gleich zweimal gekracht: Ein Kleinwagen war nahe Starnberg bei starkem Regen nach einem Ausweichmanöver in die Leitplanke geknallt. Ein 28-jähriger Münchner war zu schnell unterwegs und kam beim Abbremsen ins Schleudern. Alle Beteiligten kamen mit leichten Verletzungen davon.

Den traurigen Höhepunkt fand die Unfallserie in der Nacht auf Sonntag: Eine 23-jährige Penzbergerin prallte mit ihrem Nissan aus noch ungeklärten Gründen in der Nähe der Rastanlage Höhenrain gegen die Leitplanken. Die junge Frau musste von der Feuerwehr befreit werden.

Die Penzbergerin erlag noch an der Unfallstelle ihren Verletzungen. „Die Straße ist top in Schuss“, erklärt Robert Woppowa, Kommandant der Feuerwehr Wolfratshausen. Einige Abschnitte sind bereits saniert worden, weitere seien in Planung. „Es wurde alles getan, damit die Straße sicher ist“, bestätigt Römmler. „Für eine so befahrene Autobahn gibt es sogar ungewöhnlich wenig Unfälle.“ Die Häufung halten beide für Zufall.

dw

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