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Nach einem Unfall auf der A96 staute es sich, ein Mann griff zum Handy. (Symbolbild)

Aus dem Stau heraus

Frau bei Crash schwer verletzt - Gaffer filmt Unfallopfer

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Ein schwerer Unfall hat sich auf der A96 bei Greifenberg ereignet. Mehrere Menschen wurden verletzt. Ein Gaffer filmte die Rettungsarbeiten.

Greifenberg - Es begann mit einem kleinen Unfall, der Folgen hatte. Auf der A96 fuhr am Dienstagnachmittag gegen 16 Uhr ein 21-Jähriger aus dem Landkreis Landsberg mit seinem 3er BMW auf der linken Spur in Richtung München. Zwischen Windach und Greifenberg touchierte er laut Mitteilung der Polizei aus noch unbekannter Ursache einen rechts neben ihm fahrenden VW Caddy. Die Fahrer wurden nicht verletzt, doch es staute sich in Folge des Unfalls. Dann krachte es erneut.

Mehrere Autos an Unfall auf A96 beteiligt: Frau schwer verletzt

Drei Autofahrer konnten noch rechtzeitig bremsen: Eine 52-jährige Opel-Fahrerin, ein 27 Jahre alter Fahrer eines Peugeot sowie ein 54-Jähriger, der einen Mercedes fuhr. Eine 19-Jährige aus Landsberg am Lech erkannte die Situation allerdings zu spät und fuhr mit ihrem Ford Focus auf diese vor ihr fahrenden Autos auf. Im Anschluss fuhr noch ein 80-jähriger Mercedes CLS-Fahrer in die Unfallstelle. 

Eine Frau wurde schwer verletzt, sieben weitere Menschen leicht. Der Schaden liegt laut Polizei bei über 50.000 Euro. Fünf Autos mussten abgeschleppt werden. Mehrere Rettungsfahrzeuge, zwei Hubschrauber sowie mehrere Feuerwehren waren im Einsatz. Wegen der Landung der Hubschrauber war die Autobahn in beide Richtungen kurzzeitig gesperrt. In Richtung München konnte aufgrund der Unfallaufnahme bis 19 Uhr nur eine Spur befahren werden. Es kam zu massiven Behinderungen. 

Reisebus steht nach Unfall in Stau: Mann greift zum Handy - und filmt

Doch damit nicht genug. Der Verkehr staute sich. Im Stau stand auch ein Reisebus, bei dem ein Polizist eine Beobachtung machte. Ein Reisender griff zum Handy - und filmte das Geschehen rund um die Unfallstelle. Wie die Polizei mitteilt, filmte dieser den „Transport eines Verletzten zum Rettungswagen“. Die Polizei konnte einen 41 Jahren alten Münchner als Täter ermitteln. Auf ihn kommt ein Strafverfahren nach § 201a StGB mit einer Strafandrohung von bis zu 2 Jahren Freiheitsstrafe oder Geldstrafe zu, so die Polizei.

mm/tz

Auch auf der A28 gab es dreiste Gaffer, die von der Polizei Oldenburg auf der Autobahn angeschrien wurden.

In einem anderen Fall regte die Dreistheit der Gaffer einen Radio-Moderator so auf, dass er sich im Netz Luft machen musste und deutliche Worte fand.

Immer wieder behindern Gaffer Rettungskräfte nach Unfällen. Auf der A3 bei Schüsselfeld sorgten sie mit ihrem Verhalten für einen weiteren Unfall, berichtet Merkur.de*. Auf der A3 östlich von Regensburg ist ein Autotransporter umgekippt. Zahlreiche Gaffer hielten die Szene mit ihren Smartphones fest. Ein weiterer Vorfall auf der A3 wurde im Netz heiß debattiert - mit einem überraschenden Buhmann.

Bei einem tödlichen Unfall auf der A6 hat ein Lkw-Fahrer sein Leben verloren. Gaffer sorgten zusätzlich für ein Verkehrschaos. Einem Polizisten platzte der Kragen.

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