Abführmittel in Cola des Konkurrenten

Nürnberg - Eine 40-Jährige hat ihrem Kollegen aus Neid über dessen Beförderung Abführmittel in die Cola geschüttet. Dafür sollte sie lange hinter Gitter. Doch das Gericht ließ Gnade walten.

Weil sie einem Kollegen aus Neid über dessen Beförderung Abführmittel in die Cola schüttete, sollte eine 40-Jährige eigentlich wegen gefährlicher Körperverletzung für ein Jahr und neun Monate ins Gefängnis. Doch nach ihrem Geständnis im Berufungsverfahren reduzierte das Landgericht Nürnberg-Fürth die Strafe am Donnerstag auf ein Jahr und sieben Monate und setzte sie zur Bewährung aus. Außerdem muss die inzwischen arbeitslose Frau 2000 Euro an ihren früheren Konkurrenten zahlen.

Das Opfer hatte durch die Tat im Dezember 2009 Magenkrämpfe und Durchfall erlitten und war mit Kreislaufproblemen zusammengebrochen. Weil ein wichtiger Kundentermin in der Firma in Eckental (Landkreis Erlangen-Höchstadt) anstand, kam der Mann am nächsten Tag dennoch zur Arbeit - und bekam noch eine Dosis. Angeklagt wurden anschließend vier Mitarbeiter, drei davon Betriebsräte. Zwei Angeklagte gestanden im ersten Prozess und bekamen eine Bewährungsstrafe. Der Berufungsprozess gegen einen vierten Kollegen wurde abgetrennt; der Mann bestreitet, von den Plänen gewusst zu haben.

dpa

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