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Raus aus dem Stau: Neues Wegweiser-System soll helfen

Nürnberg - Auf vielen Autobahnen bestimmen Staus das Bild. Ein  neuartiges Wegweiser-System soll Autofahrer auf Ausweichstrecken lotsen. Dorthin, wo der Verkehr ungestört rollt.

Neuartige elektronische Wegweiser an Autobahnknotenpunkten in Bayern sollen Autofahrern künftig dabei helfen, größere Staus zu umfahren. Dazu sollen an 47 Standorten des bayerischen Autobahnnetzes entsprechende Anzeigetafeln montiert werden, berichtete der bayerische Innenminister Joachim Herrmann (CSU) an diesem Montag in Nürnberg. Anders als bisherige Hinweistafeln mit standardisierten Verkehrsinformationen lassen sich die überdimensionalen Informationstafeln situationsangepasst beschriften, etwa mit dem Hinweis „Ab Feucht 60 Kilometer Stau“.

Die 14 Meter breiten und 4 Meter hohen Anzeigetafeln informieren auch darüber, um wie viele Minuten sich die Reisezeit etwa wegen eines Staus verlängert, und liefern gegebenenfalls präzise Umleitungsempfehlungen. Die ersten Anzeigetafeln seien bereits an der A3 Nürnberg-Würzburg, der A6 Nürnberg-Feuchtwangen und entlang der A7 zwischen Biebelrieder Dreieck und dem Kreuz Feuchtwangen in Betrieb, berichtete der Minister. Die Hinweistafeln sind Teil des Projekts „Dynamische Netzsteuerung Bayern“ (dNet Bayern).

Bestandteil des Projekts ist nach Herrmanns Angaben auch die Erfassung von Autokennzeichen. Damit soll neben der Verkehrsdichte auf bestimmten Autobahnabschnitten auch überprüft werden, wie Autofahrer die angebotenen Alternativrouten akzeptieren. Bei der Erfassung der Autokennzeichnen verspricht Herrmann ein „Maximum an Anonymisierung und Datenschutz“. Der Landesdatenschutzbeauftragte habe hierzu die datenschutzrechtliche Freigabe erteilt. Die Kosten für den ersten Abschnitt des dNet-Projekts in Bayern belaufen sich auf rund 15 Millionen Euro, die Gesamtkosten auf rund 40 Millionen Euro.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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