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Wurde im Maisfeld gesichtet: Kuh Yvonne, die eigentlich ein Reh sein möchte.

Yvonne darf nicht abgeschossen werden

Zangberg - Kuh Yvonne muss vorerst nicht befürchten, erschossen zu werden. Die entsprechende Genehmigung bleibt ausgesetzt - zumindest bis Sonntag. Derweil tut sich die Ausreißerin weiter am Mais auf den umliegenden Feldern gütlich.

Gnadenfrist für Yvonne: Die entlaufene Kuh darf weiterhin nicht abgeschossen werden - mindestens bis Sonntag. Eigentlich wäre die vom Landratsamt in Mühldorf a. Inn erteilte Abschussgenehmigung bereits an diesem Freitag wieder in Kraft getreten. “Wir rechnen fest damit, dass sie auch darüber hinaus ausgesetzt bleibt“, sagte Britta Freitag vom Gut Aiderbichl am Donnerstag der Nachrichtenagentur dpa. Schon seit Wochen streunt Yvonne durch Wälder und Wiesen nahe dem oberbayerischen Zangdorf im Landkreis Mühldorf a. Inn.

Die Kuh sei am Mittwochabend erneut zweimal gesehen worden, berichtete die Gut-Aiderbichl-Sprecherin weiter. “Wir haben auch frische Kuhfladen gefunden“, ergänzte Freitag. Yvonne ernähre sich überwiegend von Mais. Ihr Appetit auf die Körner erschwere allerdings die Versuche, sie einzufangen: “Ein gezielter Schuss aus einem Narkosegewehr ist in den hohen Maisfeldern nur sehr schwer möglich.“ Yvonne könne sich darin gut verstecken.

Nun komme es darauf an, ob die Kuh eine breite Schneise in eines der Maisfelder trampelt, die es ermöglicht, gezielt auf sie zu schießen. “Denn wenn wir nicht auf Anhieb treffen, könnte Yvonne verstört werden“, sagte Freitag. Fachmännisch betäubt, könnte sie eingefangen und zum Gnadenhof nach Deggendorf gebracht werden. Experten mit Betäubungsgewehren hielten sich jedenfalls weiterhin in Zangdorf auf und verfolgten Yvonnes Spuren. Auch die Tümpel und Bäche, aus denen das durstige Rind trinkt, blieben im Visier der Tierschützer.

Gut Aiderbichl versucht seit Wochen, Yvonne zu fangen. Die Kuh hält sich in einem rund fünf Quadratkilometer großen Gebiet versteckt. Das abgemolkene Rind aus Österreich war am 24. Mai seinem neuen bayerischen Besitzer entkommen, der es mästen und schlachten wollte. Aiderbichl kaufte Yvonne für 1000 Euro. In Deggendorf soll sie das Gnadenbrot bekommen. Die Aiderbichler kauften schon Yvonnes Schwester Waldtraud und ihren Sohn Friesi. Der Mastochse entkam damit ebenfalls der Schlachtbank.

lby

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