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Bei einer Bergtour in den Berchtesgadener Alpen haben sich drei Flüchtlinge aus Afghanistan schwere Verletzungen zugezogen.

Trio erlitt schwere Verletzungen

Flüchtlinge bei Bergtour am Fuderheuberg abgestürzt

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Bad Reichenhall - Bei einer Bergtour in den Berchtesgadener Alpen haben sich drei Flüchtlinge aus Afghanistan schwere Verletzungen zugezogen.

Mit drei afghanischen Flüchtlingen in Bergnot hatten die Beamten der Polizeiinspektion Bad Reichenhall nicht gerechnet, als sie am Montagabend ein Notruf erreichte. Der Anrufer sprach kein Deutsch und kaum Englisch – „da war nicht ganz klar, um was es überhaupt ging“, sagt Polizeibergführer Ulrich Fagerer. Von einer Verletzung und der Asylbewerber-Unterkunft in Bad Reichenhall war die Rede, deshalb gingen die Polizisten zuerst von einer Schlägerei aus und fuhren zur Unterkunft. Erst dort wurde mit Hilfe eines Dolmetschers klar, dass sich die verletzten Bewohner nicht in der Unterkunft befinden – sondern am Fuderheuberg in Bergnot.

Die Retter kümmerten sich um die Verletzten.

Die drei Afghanen im Alter von 16, 21 und 26 Jahren waren nach Polizeierkenntnissen zum Wandern gegangen. Vermutlich als es noch hell war, stürzte der 16-Jährige bei dieser Bergtour 200 Meter über ein steiles Geröllfeld in die sogenannte Talreiße und verletzte sich dabei lebensgefährlich. „Er hat sich alles gebrochen, was vom Körper absteht“, sagt Ulrich Fagerer. Die Begleiter stiegen durch das brüchige Gelände ab, um ihrem Freund zu helfen, dabei verletzten auch sie sich leicht. Für die Retter war größte Eile geboten. Gegen 20.25 Uhr wurde die Bergwacht alarmiert. Vom Tal aus konnten die Helfer ein Lagerfeuer rund 200 Meter unter dem Fuderheustein-Gipfel orten, wie das Bayerische Rote Kreuz mitteilt. Ein Rettungstrupp schaffte es über einen alten Jägersteig zu den Verletzten. Gegen 23.30 Uhr erreichten Notarzt und Rettungsassistenten die Gruppe, übernahmen die Erstversorgung und löschten das Lagerfeuer wegen Waldbrandgefahr.

Gegen Mitternacht traf schließlich ein nachtflugtauglicher SAR-Hubschrauber der Bundeswehr vom Fliegerhorst Penzing ein. Mit einem Luftrettungssack konnte der 16-Jährige gerettet werden. Er kam mit mehreren Brüchen und einer Kopfverletzung ins Krankenhaus. „Sein Zustand war in der Nacht stabil“, sagt der Polizeibergführer. Mit zusätzlichen Flügen des Hubschraubers wurden auch die beiden weiteren verletzten Wanderer ins Tal gebracht. Sie verbrachten die Nacht ebenfalls im Krankenhaus. Erst gegen 1.30 Uhr nachts war der aufwendige Einsatz mit über 50 beteiligten Rettern beendet.

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