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Im vergangenen Sommer stürzte ein Kampfjet in Oberfranken ab. Dabei lief Kerosin in den Boden.

Untersuchungen in Nordbayern

Absturz von US-Jet: Grundwasser nicht belastet 

Creußen - Vergangenen Sommer stürzte ein Kampfjet in Oberfranken ab. Tausende Liter Kerosin gelangten in den Boden. Nun sind die Untersuchungen beendet.

Nach dem Absturz eines US-Kampfjets im Grenzgebiet zwischen Oberfranken und der Oberpfalz im vergangenen Sommer müssen sich die Anwohner nicht länger Sorgen um ihr Trinkwasser machen. Die durch den Absturz freigesetzten Schadstoffe Kerosin, BTEX und Hydrazin seien nicht in das Grundwasser eingedrungen, teilte das Landratsamt Neustadt a.d. Waldnaab am Montag das Ergebnis entsprechender Untersuchungen mit.

Im Absturzbereich sei erst eine etwa 31 Meter tief liegende Schicht aus Sandsteinen wasserführend, hieß es zur Erläuterung. Nach dem Absturz seien die Schadstoffe rund sieben Meter tief in den darüberliegenden, gering durchlässigen Tonstein verfrachtet worden. Zur Sicherheit soll in etwa einem Jahr eine weitere Kontrolluntersuchung des Grundwassers erfolgen.

Der F-16-Kampfjet der US-Luftwaffe war im vergangenen August in einem schwer zugänglichen Waldstück nahe der Ortschaften Creußen und Engelmannsreuth abgestürzt. Der Pilot konnte sich mit dem Schleudersitz retten und erlitt nur leichte Verletzungen. Bei dem Absturz wurde der Boden durch mehrere Tausend Liter Kerosin und durch einige Liter des Raketentreibstoffs Hydrazin verunreinigt. Der Boden wurde inzwischen saniert, 4400 Tonnen Erdreich wurden entfernt.

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dpa

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