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Xavier Naidoo tritt in Rosenheim auf.

Satirischer Protest geplant 

Ärger um Naidoo-Konzert in Rosenheim: Droht Krawall? 

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Der umstrittene Sänger Xavier Naidoo wird in Rosenheim auftreten. Das ruft Protest hervor. Zwar wird es keinen Demonstrationszug geben, allerdings soll eine abendliche Kundgebung stattfinden. 

Rosenheim – Demonstrationen, Kundgebungen, Aktionen: In den vergangenen Tagen herrschte rund um die Proteste gegen den Auftritt von Xavier Naidoo beim Rosenheimer Sommerfestival auf dem ehemaligen Gelände der Landesgartenschau allgemeine Verwirrung. Jetzt steht fest: Den Demonstrationszug wird es nicht geben, nur eine abendliche Kundgebung am Eisstadion.

Mit seinem Lied „Marionetten“ sorgte Naidoo für bundesweite Empörung

Die Veranstalter wollen damit die Neigung zu Verschwörungstheorien thematisieren, die Naidoo nachgesagt wird. Der umstrittene Soul-Sänger hatte mit seinen Aussagen und Liedtexten mehrfach Kontroversen ausgelöst. Zuletzt mit seinem Lied „Marionetten“ (Hier finden Sie den umstrittenen Text des Songs von Xavier Naidoo), das in weiten Teilen der Presse als rechtspopulistisch eingestuft wurde. Seine Heimatstadt Mannheim distanzierte sich nach der Veröffentlichung von dem Künstler.

Der Protest in Rosenheim, der von der Grünen Jugend, den Linken und der Satiregruppe „Die Partei“ organisiert wird, soll in Form einer „Aluhut-Aktion“ stattfinden. Dabei wollen die Veranstalter mit den Gästen Kopfbedeckungen aus Alufolie basteln und einen Aluhut-Weitwurf-Wettbewerb durchführen. Die metallische Kopfbedeckung gilt als Symbol für Verschwörungstheoretiker und Paranoiker, die sich damit gegen kosmische Strahlen und andere mysteriöse Einflüsse schützen wollen.

Der Protest soll in Form einer „Aluhut-Aktion“ stattfinden

Angemeldet beim Ordnungsamt der Stadt wurden neben der Aktion auch ein Infostand und eventuelle Redebeiträge. Die große Demonstration fällt dagegen aus. Sie sollte eigentlich schon nachmittags beginnen und in einen Zug durch die Innenstadt bis zum Eisstadion übergehen. Zur Begründung für die Absage teilte das „Bündnis – kein Hass auf Rosenheimer Bühnen“ mit, man habe der Aluhut-Kundgebung, einer „vielversprechenden Veranstaltung“, keine Konkurrenz machen wollen. Statt zur Demo rufe das Bündnis, das in den vergangenen Monaten wiederholt eine Ausladung Naidoos wegen seiner angeblichen Reichsbürgernähe gefordert hatte, zur Teilnahme an der Abendkundgebung auf. Ursprünglich war eine Teilnehmergruppe von 20 Personen erwartet worden, jetzt rechnet die Stadt mit deutlich mehr Teilnehmern. Für das Konzert werden rund 8000 Besucher erwartet, Veranstalter ist die städtische Landesgartenschau Rosenheim 2010 GmbH. 

Lesen Sie auch: Moderator Jan Böhmermann mit böser Parodie auf Xavier Naidoo

duc/dg

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