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Dienstaufsichtsbeschwerde gegen Ausländerbehörde

Ärzte empört über Abschiebungen

Ein bayerisches Ärztebündnis hat eine Dienstaufsichtsbeschwerde gegen die zentrale Ausländerbehörde Oberbayern eingereicht. Die Begründung: Mehrfach seien Kinder bei Abschiebe-Versuchen traumatisiert worden.

München – Die Bayerische Ärzteinitiative hat eine Dienstaufsichtsbeschwerde gegen die zentrale Ausländerbehörde Oberbayern eingereicht. Mehrfach hätten Kleinkinder psychiatrisch behandelt werden müssen, weil sie durch Abschiebe-Versuche traumatisiert worden seien, argumentieren die Ärzte.

Besonders dramatisch sei der Fall einer albanischen Familie, die im März aus dem Abschiebelager in Manching abgeholt wurde. Dem Vater und seinem 14-jährigen Sohn seien Hand- und Fußfesseln angelegt worden. Die Abschiebung scheiterte, weil die Mutter am Flughafen zusammenbrach, sie kam danach in die Psychiatrie. Die zweijährige Tochter verweigerte die Nahrung und zeigte ein selbstverletzendes Verhalten, berichtet Thomas Nowotny, Kinderarzt aus Stephanskirchen (Kreis Rosenheim). Eine Kinder- und Jugendpsychiaterin veranlasste eine stationäre Behandlung des Kindes. Wegen einer infektiösen Erkrankung kam das Mädchen mit dem Vater aber zunächst zurück in die Einrichtung nach Manching. Vor zwei Wochen sollte die Familie ohne die Mutter erneut abgeschoben werden. Die Polizei ignorierte das Attest für die Zweijährige, berichtet Nowotny. Erst ein Flughafenarzt griff ein. Seitdem ist das Mädchen im Kinderzentrum München untergebracht.

„Mit dem Vorgehen hat die Zentrale Ausländerbehörde die Gesundheit des Mädchens massiv geschädigt“, sagt der Arzt. Es handle sich um keinen Einzelfall. „Wir fordern die Behörden auf, zumindest bei Familien von unangekündigten Abschiebeversuchen abzusehen. Die Abschiebelager in Manching und Bamberg müssen geschlossen werden.“ 

Rubriklistenbild: © dpa/Symbolbild

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